I. Abschnitt.
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(1847—1862.)
Wenn man von dem Verhältnis Bismarck's zu den Parlamentariern spricht,so ist man geneigt, nur an seine Verhandlungen mit den Abgeordneten in seinerEigenschaft als leitender Staatsmann zu denken, und man vergißt, daß dem einZeitraum von 15 Jahren vorausgeht, da er selbst Abgeordneter war und mitdiesen also ans dem Fuße der Gleichberechtigung zu verkehren hatte. Bismarck warMitglied des ersten (11. April bis 26. Juni 1847) und des zweiten vereinigtenLandtags (2. bis 10. April 1848), der zweiten Kammer des preußischen Land-tags während vier Sessionen (26. Februar bis 27. April 1849, 7. August 1849bis 26. Februar 1850, 21. November 1850 bis 9. Mai 1851 und 27. November1851 bis 19. Mai 1852), des deutschen Parlaments in Erfurt (20. März bis29. April 1850), endlich des Herrenhauses seit dem 21. November 1854.'
Über den Verkehr Bismarck's mit den Parlamentariern in dieser ersten Zeitist nicht viel zu berichten. Derselbe war damals noch nicht die Persönlichkeit,welche es den Kollegen nahe gelegt hätte, sich seine privaten Äußerungen cinzu-prägen, oder gar darüber sich Aufzeichnungen zu machen. Auch war damals dieGewohnheit der Politiker, ein Tagebuch zu führen, noch wenig verbreitet.
Von Unruh schreibt in seinen „Erinnerungen" über Bismarck's Auftreten aufdem vereinigten Landtag 1847'): „Bismarck, damals noch sehr jung, und aufder äußersten Rechten, wurde wenig beachtet, obgleich schärfer Sehende seine Be-deutung schon damals erkannten, wie ich aus dem Munde eines liberalen Mit-glieds des Landtags, Gustav Coqui aus Magdeburg weiß."
Wie ein Zeitgenosse berichtet, datiert sich der Haß der liberalen Pressegegen Bismarck eigentlich von seinein Auftreten in der Kurie der drei Ständevom 17. Mai 1847 her. Die Presse war damals überwiegend in den Händender Liberalen, sie beherrschte die öffentliche Meinung unumschränkt, und sie ging
') In das Albuin desselben trug Bismarck folgenden Ansspruch ein: „Das löbliche Strebenwird zur Thorheit, wenn dabei das vorhandene Gute übersehen wird."
Poschin ger, Fürst Bismarck u. die Parlamentarier. II.
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