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2 (1895) 1847 - 1879
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1877

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Zwecke einer Eroberung, wie zur Zeit der schleswig-holsteinischen Krisis. Ein solcheVereinigung ist ohne bleibendes Interesse und kann, wie wir gesehen haben, jedenTag in ihr Gegenteil Umschlägen.

Was beiden Teilen nützlich sein würde, das wäre eine dauernde organischeVerbindung, welche weder eine Injektion noch eine Konnnixtion, weder eine Fusionnoch eine Konfusion, weder eine wirtschaftliche und finanzielle Gemeinschaft nocheine wechselseitige Einmischung in innere Fragen und territoriale oder partikuläreDifferenzen anstrebt, sondern alles das ans das bestimmteste und strikteste ans-schlösse, welche aber den beiderseitigen gegenwärtigen Besitzstand garantierte undsich zur Aufrechterhaltung des mitteleuropäischen Friedens, zu Schutz und Trutz,mittelst bleibender Institutionen verpflichtete. Damit wäre nicht ausgeschlossen,sondern vielmehr mit inbegriffen eine Reihe von Vereinbarungen zu gleichheitlichenEinrichtungen auf den Gebieten der Rechtspflege, der Gesetzgebung, der Ver-waltung sowie der wirtschaftlichen und sozialpolitischen Dinge, eine Zusammen-wirkung, welche ohne Zweifel, sehr segensreich sein könnte zwischen zwei Gemein-wesen, welche so sehr berufen sind, einander zu ergänzen."

Auf Brann's handelspolitische Auseinandersetzungen gab der Fürst demselbenaußer dem im obigen Wiedergegebenen keine Antwort. Er kannte denselben alsentschiedenen Freihändler und als Anhänger der Volkswirtschafts-, Zoll- undHandespolitik Delbrück's. Er hatte ans diesem Grunde keine Neigung, sich da-mals, 1877, mit Braun auf eine eingehende Erörterung volkswirtschaftlicherDinge einzulassen. Der vormalige württembergische Minister Freiherr von Varn-büler-Hemmingen besaß damals schon sein Ohr in dergleichen Angelegenheiten.Jedenfalls aber machten die damaligen Äußerungen des Fürsten ans Braunwenigstens den Eindruck, daß er trotz seiner Vorliebe für Österreich und seinerÜberzeugung von der Notwendigkeit, in der großen Politik Hand in Hand mitdemselben zu gehen, doch die Idee eines mitteleuropäischen Siebzig-MillionenReiches oder eines dem entsprechenden österreich-deutschen Zollvereins (nebst Kon-tinentalsperre) auf das entschiedenste repudiierte.

Über Rußland bemerkte Bismarck noch:Ich glaube nicht, daß das Testa-ment Peters des Großen apokryph ist. Jedenfalls giebt es in Rußland noch Leute,welche demselben anhängen und welche Rußland immer mehr nach Westeuropawollen Vordringen lassen, wo es sich doch nichts holen kann, als den Nihilismusund ähnliche Krankheiten, welche auch mit einerheiligen Allianz" nicht zukurieren wären. Seine Aufgabe ist in Asien. Dort repräsentiert es den Kultur-fortschrittst."

Am 30. Dezember 1877 teilte dieNational-Zeitnng" mit, Herr von Ben-nigsen sei tags vorher, von Varzin kommend, aus seiner Rückreise nach Hannover

>) Karl Braun erinnerte sich, fast wörtlich dasselbe vor etwa 50 Zähren in LudwigBörne's gesammelten Schriften, Bd. VII. Seite HO,Fragmente und Aphorismen", Nr. 292,gelesen zu haben.