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2 (1895) 1847 - 1879
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1874-1876

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sache, ausdrücklich von ihren Mandataren den Auftrag erhalten hatten, bei demdeutschen Reichskanzler die Konstituierung Elsaß-Lothringens alsautonomesLand", als Bundesstaat, zu befürworten. Es waren dies die Herren Hartmaunaus Münster und Kabis, späterer Neichstagsabgeordueter für Straßburg st.

Jene ersten Versuche einer Annäherung der damals maßgebenden Persönlich-keiten in Elsaß-Lothringen an die deutsche Reichsregierung st blieben indessen er-folglos; es wurden gewisse Äußerungen des Fürsten Bismarck viel besprochen,wie diejenige, die er einem hervorragenden oberelsäsfischen Fabrikherrn, demReichstagsabgeordneten Jean Dollfusst, gegenüber gethan hatte:Sehen Sie sichan wie eine kleine Republik, die ihre inneren Angelegenheiten selber besorgt".Da demnächst nichts geschah, um dem Reichsland ein, nach der erhofften Richtunghin, bestimmteres und festeres Gefüge zu geben, so trat an Stelle der anfänglichvorhandenen Bereitwilligkeit, sich mit Berlin zu verständigen, das gerade ent-gegengesetzte Gefühl einer immer weiter um sich fressenden Abneigung gegen jedwedenVersuch, eine gegenseitige Annäherung anznbahnen.

Die ersten elsaß-lothringischen Reichstagswahlen von 1874 st gaben der ausdiesen Momenten entspringenden Stimmung Ausdruck. DerMehlthau", der,wie Fürst Bismarck sich einmal im Reichstage ausdrückte, dadurch aus die inDeutschland Elsaß-Lothringen gegenüber gehegten Erwartungen fiel, hatte zurFolge, daß einerseits in den Regierungs- und Reichstagskreisen eine gewisse Zu-rückhaltung den reichsländischen Angelegenheiten gegenüber eintrat, und andrerseitsim Reichsland selbst diejenigen Elemente, welche an einen konstitutionellen Wieder-aufbau auf dem Boden des Frankfurter Friedensvertrags herangetreten waren,in ihren Bestrebungen gehemmt wurden und daß sich auch in diesen Kreisen all-mählich eine pessimistische Stimmung Bahn brach, welche dahin ging, daß es am

st Kabls, Jacques, Rentner, Straßburg i. E. Geboren 7. Mai 1830 in Brumath,Unter-Elsaß (protestantisch). Von altelsüßischer Abstammung. >859 Bersichernngsdirektor, 1881durch Ausweisung der französischen Versicherungsgesellschaften in Ruhestand versetzt. 1871 Teil-haber und Mitarbeiter deSElsässischen Volksblattes". Während drr Belagerung Straßbnrgs(August-September >870) Präsident des Hilfsvereins für Verwundete, organisierte und leitete erzwölf Lazarette mit 2400 Verwundeten. Munizipalrat und Beigeordneter. Februar 1871 Mit-glied der französischen Nationalversammlung. Mai 1871 Delegierter der elsässischen Notabeln-versammlnng in Berlin. >878 Reichstagsabgeordneter für Straßbnrg-Stadt. >879 Gründerund Mitarbeiter der I88> durch Diktatorialverfügnng unterdrücktenPresse für Elsaß und Loth-ringen". (Els.-Lothr. Protestpartei)

st Am 13. Mai 1871 befand sich die elsässische Deputation, bestehend aus dem Maire vonStraßburg Herrn Klein, dem Grafen Dürckheim und Herrn Kabls, bei Bismarck.

st Dollfus, Joh., Fabrikant, Haus Dollfus, Mieg L Co., in Mülhausen (Elsaß). Ge-boren 26. September 1800 (protestantisch). Bürgermeister von Mülhausen, Mitglied vom 6oo-ssil Asnäral in Kalmar, Kommandeur der Ehrenlegion, Offizier da l'Iustructiou publique.

st Von den gewählten Abgeordneten verließ die weitaus größte Mehrzahl den Reichstag,um niemals wicderzukehreu; drei davon (die Pfarrer Gucrber, Minierer und Simonis) be-teiligten sich zuweilen an den elsaß-lothringischen Debatten, vermieden es aber, an den Kom-missionsberatnngen teilzunehmen, und schlossen sich teilweise auch als Hospitanten dem Cen-trum an.