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den angeknüpften Sinn. Dieser Eindruck ist wohlgefälliger als dereines regellosen Kauderwälsch von Worten, aber diese Wohlge-fälligkeit ist für sich so gering, dass man ihr ohne den Sinn garkeinen erheblichen ästhetischen Werth beilegen möchte, und über-steigt sogar für sich allein nicht leicht die Schwelle der Lust.Doch verlieren die schönsten Gedichte allen oder fast allen Reiz,wenn man ihren Inhalt in prosaischer Redeform wiedergiebt, in-dem der Sinn ohne Versmass, Rhythmus, Reim ebenfalls nicht dieSchwelle der Lust übersteigt. Man denke etwa an: »Füllest wie-der Rusch und Thal«, oder: »Vergangen ist der lichte Tag« u. s.w t .Indem sich aber beide Factoren der Wohlgefälligkeit zum Ueber-steigen der Schwelle oder im Steigen oberhalb der Schwellehelfen, entsteht ein positives Lustresultat, welches mit derästhetischen Wirkung der einzelnen Factoren an Grösse unver-gleichbar ist.
Entsprechende Hülfe leisten sich auf dem reinen Felde direc-ter Eindrücke der Wohllaut, die Melodie und Harmonie der Töne.Der sinnliche Wohllaut reiner voller Töne hat für sich sehr ge-ringen ästhetischen Werth, und doch, wie viel trägt er zur Schön-heit des Gesanges bei. Wenn freilich reine volle Töne nicht schonfür sich wohlgefälliger wären als unreine rauhe Töne, so würdeauch aus dem Zusammenwirken dieser Elemente keine,\die Summeihrer Einzelwirkungen überbietende\Steigerung erwachsen. Allge-mein nun wird sich das Princip so aussprechen lassen:
Aus dem widerspruchslosen Zusammentreffenvon Lustbedingungen, die für sich wenig leisten, gehtein grösseres, oft viel grösseres Lustresultat hervor,als dem Lustwerthe der einzelnen Bedingungen fürsich entspricht, ein grösseres, als dass es als Summeder Einzelwirkungeu erklärt werden könnte; ja eskann selbst ,durch ein Zusammentreffen dieser Artein positives Luster ge bniss erzielt, die Schwelleder Lust überstiegen werden, wo die einzelnen Fac-toren zu schwach dazu sind; nur dass sie verglei-chungsweise mit andern einen Vortheil der Wohlge-fälligkeit spürbar werden lassen müssen. Als Fällewiderspruchslosen Zusammentreffens aber sind namentlich solchezu bezeichnen, wo die eine Bedingung zugleich eine Voraussetzungoder Unterlage zum Zustandekommen der andern ist, wogegen
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