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sich fasst, fasst zugleich der Begriff des Gesetzes begrifflich dieseFälle unter sich, und so lässt sich Beides nicht trennen.
Das erste von den demnächst vorzuführenden Gesetzen oderPrincipen nenne ich das der ästhetischen Schwelle, daszweite das der ästhetischen Hülfe. Die drei folgenden, das dereinheitlichen Verknüpfung des Mannichfaltigen, dasder Wahrheit und das der Klarheit fasse ich unter der ge-meinsamen Bezeichnung der drei obersten Formalprin-cipe zusammen. Das sechste wird das der Association sein.
So wichtig die beiden ersten dieser Principe sind, findet mandoch nichts davon in den Lehrbüchern der Aesthetik, was manentweder so deuten kann, dass ich sie fälschlich für wichtig halte,“oder dass in den Lehrbüchern der Aesthetik noch manches Wich-tige fehlt. Die übrigen sind im Grunde bekannte, nur für dieVerwendung in der Aesthetik bisher weniger entwickelte oderweniger verwerthete Principe, als es hier im Gange von Untengeschehen wird.
Ausserdem lassen sich noch gar manche Gesetze als ästhe-tische aufstellen oder von psychologischen Gesetzen für die Aesthe-tik verwerthen, deren meiste ich nur unter neuen Namen einzu-führen wüsste, weil ich keine alten dafür finde, da sie grössern-theils der genügenden Erörterung noch ermangeln, als da sind:die Gesetze der Entstehung von sinnlicher Lust und Unlust;des ästhetischen Contrastes, der ästhetischen Folge und der ästhe-tischen Versöhnung; des Masses der Beschäftigung; der ästheti-schen Mitte; der Gewöhnung, Abstumpfung und Uebersättigung;der Lust und Unlust aus Vorstellung von Lust und Unlust; ausVorstellung ihres positiven und negativen Bezuges zu uns; ausfreiem und gehemmtem Ausdruck derselben; und wohl nochandere Gesetze, sollten die vorigen nicht reichen; worauf im Fol-genden nur nach Massgabe zu kommen, als sich etwa Anlass zuihrer Anwendung bieten wird. Vielleicht wird sich doch späternoch Gelegenheit finden, genauer darauf einzugehen.
Die Gesammtheit dieser Gesetze lässt sich verschiedenenKategorieen unterordnen. \Theils beziehen sie sich auf Ent-stehungsverhältnisse der verschiedenen jArten von Lust und Un-lust, theils auf quantitative Verhältnisse derselben, wonach sichkurz qualitative und quantitative Gesetze unterscheidenlassen. Theils betreffen sie dietur sprüngliche Entstehung von