Druckschrift 
1 (1897)
Entstehung
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Princips bestimmt sind. Um sie aber in diesem Sinne zu erziehen,stehen dieselben, nur eben im Sinne des Principes zu richtenden,Mittel zu Gebote, die überall und von jeher in Gebrauch gewesensind, wo von Erziehung die Rede, Beispiel, Lob, Tadel, Lohn,Strafe, Verweisung auf Zorn und Gefallen Gottes, Drohung undVerheissung über das Diesseits hinaus; wozu die erweckte Ein-sicht in die Natur, die Foderungen und Folgerungen des Principeszu treten hat. Das höchste Ziel dieser Erziehung aber wird nichtdas, von einem unpraktischen doctrinären Rigorismus vorgeschrie-bene sein, was auf dem Papiere aufstellbar aber nicht in derNatur des Menschen erfüllbar ist, dass der Mensch aus seinenMotiven die Rücksicht auf den eigenen Vortheil ganz verbannt,sondern dass er die Rücksicht auf sein eignes Wohl von der Rück-sicht auf das Wohl des Ganzen gar nicht scheide, weder im un-mittelbaren Gefühl noch im Hinblick auf die Folgen.\ Dazu abergehört von erster Seite, dass er im Gefühle der Liebe gegen seinenNächsten sein eignes Glück mit darin finde, für das Glück Andrerzu wirken, und darüber hinaus das höhere Gefühl der Befrie-digung des Gewissens empfinde, einer Befriedigung, die sich imGefühle, auch Gott damit zu befriedigen, zu einem, jedes andrean Kraft und Höhe übersteigenden, Motiv steigern lässt. Von zwei-ter Seite gehört dazu der erfahrungsmässige Hinblick, dass schonhier auf den Menschen die guten und schlimmen Folgen seinesHandelns um so sichrer Zurückschlagen, je länger sie laufen, er-gänzt durch den Glauben, dass das Princip dieser Vergeltung ausdem Diesseits ins Jenseits hinüberreicht und sich da vollende.Dazu gilt es dann freilich auch, den Glauben an Gott und Jenseitsim rechten Sinne zu wecken und zu kräftigen; zu den Principendes rechten Glaubens selbst aber ist zu rechnen, dass er dieMenschen zugleich am meisten befriedige und am besten führe.

In der That ist es ein leerer Wahn, dass man ohne Zuziehungreligiöser Motive sei es das Volk, sei es Menschen von höhererBildung, sei es sich selbst im Sinne des Principes recht und vollerziehen kann; es bleibt ohne das ein ungedeckter Rest nachhöchsten und letzten Beziehungen, den man mit allem Predigenvon Humanität nicht decken kann; oder was hätte man je damitErhebliches geleistet. Soll also das Princip praktische Geltunggewinnen, so wird es nur im Zusammenhänge damit sein können,dass die, alle andern überragenden, schliesslich allein durch-