Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
Seite
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dem Blatte zu zehren, auf welches er beschrankt wird. Ich be-fand mich auf dem Wendepunkt. Vor meinem vierzigsten Lebens-jahre (bis dahin standen noch nur zwei und ein Viertel-Jahr vormir) wollte ich die Flügel abstreifen, Wurzel schlagen und eine Fa-milie begründen; oder die Flügel wiederum ausbreiten und aufeiner anderen außereuropäischen Reise, reifer und bester vorbereitet,nachholen, was für die Wissenschaft zu thun ich auf meiner erstenversäumet hatte. Diese demokratische Zeit, in welcher, wie in derGeschichte, so in der Wissenschaft und in der Kunst, anstatt ein-zelner Fürsten, die Massen auftreten, gewähret noch jedem Streben-den die Hoffnung, da im Volke mitzuwirken, und mitzuzählen, wosonst nur hervorragenden Häuptern, denen es ein Gott gegeben, un-bedingt gehuldiget wurde.

Die Asträa lag am 17. Oktober auf der Rhede vor Swine-münde.

Hier endigt dieser Abschnitt meines Lebens. Als Fortsetzunggebe ich euch, ihr Freunde, das Buch meiner Gedichte. Ich habedarin zu eigener Lust die Blüthen meines Lebens sorgfältig eingelegtund aufbewahrt, während die Zweige verdorrten, auf welchen siegewachsen sind.

Aber die Zeilen, die ich auf der Rhede von Swinemünde nie-derschrieb, mögen gegenwärtiges Buch beschließen, wie sic jenem zurEinleitung dienen.

Hcimkehret fernher, aus den fremden Landen,

In seiner Seele tief bewegt der Wandrer;

Er legt von sich den Stab und knieet nieder,

Und feuchtet deinen Schooß mit stillen Thränen,

O deutsche Heimath! Woll' ihm nicht versagenFür viele Liebe nur die eine Bitte:

Wann müd' am Abend seine Augen sinken,

Auf deinem Grunde laß den Stein ihn finden,

Darunter er znm Schlaf sein Haupt verberge.

(Geschrieben im Winter 183435.)