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Wir sahen am 30. April die Insel Ascension, die wir imWeste» liegen ließen. Die Schildkröten, die man auf ihrem Strandezu finden hoffen kann, bewogen uns nicht, eine Landung zu ver-suchen. — Auf den Bergen ruhten Wolken. Viele Vögel warenzu sehen.
Am 6. Mai überschritten wir vor Tages Anbruch zum viertenund letzten Male den Aequator. Der Tag wurde festlich begangen.— Ich habe von der Komödie, welche die Matrosen aufführten,keine Erinnerung. Da mußte ich wohl nicht mit ganzem Herzendabei sein.
Wir hatten den Passat verloren und hatten leichte spielendeWinde und Windstille. Wir hatten am 5. ein Schiff gesehen, am8. zeigte sich ein anderes. Am Abend dieses Tages war ein Regengleich einem Wolkenbruche und cs donnerte stark.
Wir bekamen am 12. Mai den nördlichen Passat, behielten ihnbis zu dem 26., wo der Wind zun: Südosten überging, und durch-schnitten ungefähr vom 22. bis zum 30. Mai, zwischen dem 20°und 36° N. B. und dem 35° und 37° W. L. das Meer des Sar-gasso. So wird geheißen eine weite Wiese schwimmenden, von demunbekannten Felsenstrande, wo er erzeugt worden sein muß, abge-rissenen und von dem weiten Strudel der Seeströmung in die Mitteihres Kreislaufes zusammengespülten Seetanges meist von einer undderselben Art. Ich will mit diesen flüchtigen Worten nur demLaien das gebrauchte Wort erklären. Die Sache selbst läßt demGelehrten noch viel zu denken und zu erforschen übrig.
Seit wir die Linie durchkreuzt hatten, nahm die Zahl derSchiffe zu, die wir fast täglich sahen. Wir zeigten oft wechselseitigunsere Flaggen. Am 29. Mai sahen wir eine Flasche im Meereschwimmen, die wir aber nicht aufnahmen. — Was mochte dieSchrift besagen, die sie vcrmuthlich enthielt? Am 1. Juni sprachuns ein amerikanischer Scunner und erhielt von uns Zwieback, woraner Mangel litt. *
Wir sahen am 3. Juni 1818 die Insel Flores, die westlichsteder Azorischen Inseln, und steuerten von da dem Kanäle zu.
Am 5. kam uns ein Schiffswrack in Sicht. Es wurde weiter