Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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mein wackerer Nebenbuhler und Freund, der Botaniker Gaudichaudentgegen.

Wir kehrten nach Tische zu dem Rurik zurück, und da schnürteich mein Bündel und zog auf die Zeit unseres Aufenthalts am Capzu Mundt an das Land.

Man erstaunt selber ob der gesteigerten Thätigkeit, zu welcherman plötzlich, so wie man den Fuß auf das Land setzt, aus demträgen Schlafe erwacht, von dem man unter Segel sich gebundenfühlte. Ein Blättchen zu schreiben, zehn Seiten zu lesen, das warein Geschäft, zu dem man mühsam die Zeit suchte, und bevor mansie gefunden, waren die bleiernen Stunden des Tages leer abgelaufen.Jetzt dehnen sich gefällig die vollen Stunden, und zu Allen, hatman Zeit, und zu Allem hat man Kraft; inan weiß nichts vonSchlaf oder Müdigkeit.Der Körper hat sich bis auf das Vergesse»seiner Bedürfnisse dem Geiste untergeordnet"*).

Wir blieben nur acht Tage am Cap. Während drei dieserTage wüthete ein N. O. Sturm mit solcher Gewalt, daß er dieVerbindung zwischen dein Lande und dem Schiffe unterbrach. Michhemmte der Sturm nicht, ich war die Stunden des Tages in derfreien Natur, die Stunden der Nacht mit dein Gesammelten undmit Büchern geschäftig. Mundt, Krebs, dortiger Pharmaceut undNaturforscher, und andere, meist Freunde meines seligen FreundesBergius, waren meine Wegweiser und Gefährten.

Wir machten eine große Exkursion auf den Tafelberg; wir be-stiegen ihn vor Tages Anbruch von der Seite des Löwenberges undkamen bei dunkler Nacht auf dem mehr betretenen Weg zu der Schluchthinter der Stadt wieder herab. Die Gefährten legten sich sogleichmüde und schlaftrunken hin, erst spät am andern Tage zu erwachen.Ich aber, nachdem ich meine Pflanzen besorgt, studirte dis Nacht übereine Holländisch-Malavische Grammatik, die erste Malapische Sprach-lehre, die mir in die Hand gekommen war, und verschaffte mir denersten Blick in diese Sprache, deren Kenntniß mir zur Vergleichungmit den Mundarten der Philippinen und Südsee-Jnseln erforderlich

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