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höhnung; es ward keine Taufe vorgenommen und keine Feierlichkeitfand Statt.
An diesem Tage schickte mich der Kapitain Mittags zu derEglantine, um dein Kapitain Gucrin Nachtsignale, die noch nicht ver-abredet worden, mitzutheilen. Ich speiste am Bord der Eglantine.Ein solcher Besuch auf hoher See hat einen besonderen Reiz. Wennman aus der veränderten Umgebung sein eigenes Schiff, womit manreist, unter Segel sieht, so ist eS, als stände man am Fenster, umsich auf der Straße vorüber gehen zu sehen. Ich kehrte Nachmit-tags zu dem Nurik zurück.
Von beiden Schiffen hatte man den Tag über im Westen einmalayischeö Segel bemerkt, welches, nur mit der Spitze über denHorizont ragend, denselben Cours als wir zu halten schien. Abendsum 9 Uhr zeigte sich in der Nähe des Rurik's Licht, — ein Boot,vielleicht jenes Segel. — Der Kapitain ließ sogleich einen Schußdarauf thun, das Licht verschwand, und etliche Kartätschcnschüssewurden noch in die Nacht hinein abgefenert; — hoffentlich ohneSchaden anzurichten. Es mochte übrigens sehr weise sein, in diesemMeere, das nicht für sauber von malayischem Raubgesindel gehaltenwird, ans den ersten Argwohn hin zu zeigen, daß wir Kanonen hattenund nicht schliefen. Die Eglantine, die eine halbe Meile hinter unswar, hielt unsere Schüsse für Nothschüsse. Der Kapitain Gueringlaubte uns aus eine Untiefe gerathen und wandte wohlweislich seinSchiff, um selber nicht zu scheitern. Wir legten bei, riefen ihn durchein Signal herbei, erzählten ihm durch das Sprachrohr den Vorfallund setzten in seiner Begleitung unfern Weg fort.
Eine weitläufigere Beschreibung von dem ganzen Vorfall ist inder Reise von Herrn von Kotzebue, Theil II. Seite 142, »achzusehen,woselbst es heißt: „Fest entschlossen zu siegen oder zu sterben, ließich u. s. w." — Ich verweise darauf.
Am S. Vormittags ward die Insel Gaspar von dem Mast-haupt entdeckt. Wir segelten ain Abend südwärts längs ihrer West-küste und ließen um Mitternacht die Anker fallen, als sie uns imNorden lag. Wir gingen mit Tagesanbruch wieder unter Segelund kamen schon am Vormittag durch die Gasparstrahe.