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Wir hatten bis dahin häufige Windstillen gehabt und einmalein Nachtgewitter mit heftigen Windstößen. Ein Delphin wurdeharpunirt. Ein fabelhafter Vorfall ergötzte ungemein unsere Mann-schaft.
Einer unserer Matrosen trug eine alte Mütze von Seehunds-fell, die, vor Theer, Thran und Alter schier unkenntlich, ein Gegen-stand der Verhöhnung geworden war. Ueberdrüssig warf er sieeines Morgens in die See. Ein Haifisch ward am selbigen Tagegefangen, in dessen Magen sich die Schicksalsmütze noch wohlbehaltenvorfand.
Wir hatten uns am Nachmittag des 23. November der Nord-spitze von Guajan genähert. Wir konnten »ns nach keiner Karterichten, und die Stadt Agana war uns nur aus unzulänglichen Be-schreibungen bekannt. Wir entfernten uns vom Lande. Am 24.suchten wir das Land wieder auf und verfolgten dessen Westküstenach Süden, um Stadt und Ankerplatz aufzusuchen.
Der Passat blies mit ausnehmender Stärke. Nachdem wir dieNordspitze der Insel umfahren hatten, fanden wir unter dem Windederselben ein ruhiges Meer, und ein leichter Windzug, der noch un-sere Segel schwellte, wehte uns von: schönbewaldeten Ufer Wohl-gerüche zu, wie ich sie in der Nähe keines andern Landes empfundenhabe. Ein Garten der Wollust schien diese grüne, duftende Inselzu sein, aber sie war die Wüste. Kein freudiges Volk belebte denStrand, kein Fahrzeug kam von der Isla äs las velas latiuas unsentgegen. Die römischen Missionare haben hier ihr Kreuz aufge-pflanzt-, dem sind 44,000 Menschen geopfert worden, und deren Reste,vermischt mit den Tagalen, die man von Lu?on herüber gesiedelthat, sind ein stilles, trauriges, unterwürfiges Völklein geworden, dasdie Mutter Erde sonder Mühe ernährt und sich zu vermehren ein-ladet. Darüber habe ich in meinen Bemerkungen und Ansichten dieSpanier selbst berichten lassen.
Wir waren bemerkt worden. Als wir uns eben in den reizendumgrünten Buchten nach einem Ankerplatz «msahen, kam uns derPilot des Gouverneurs, Herr Robert Wilson, in einem europäischenBoote entgegen, um uns in den Hafen zu führen. Im Angesichte