Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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Zeitung auf O-Taheiti! Hört! hört! eine Zeitung aufO-Taheiti! Die ihr dort die Presse, die periodische Presse beför-dert, hört auf, euch daheim davor zu entsetzen und sie zu bekämpfen.Schlagt euch nicht gegen die Luft, eure Streiche verwunden sie nicht.Preßfreiheit ist in Europa. Der Tory Walter Scott sagt imLeben Napoleon's:Deutschland verdankt von jeher der politischenZerstückelung seines Gebietes die Wohlthat der Preßfreiheit." WaSer von Deutschland sagt, gilt von der Welt. Die Presse ist nurein Nachhall, selbst machtlos, wo sie das nicht ist. Die öffentlicheMeinung, das ist die Macht, die groß geworden. Dankt der Presseund lernt von ihr.

Aber diese Trivialitäten sind hier nicht am Ort. Im Begriffeunter Segel zu gehen, bemerkte ich, daß, nach einem zweimaligenAufenthalt ans der Insel und häufigem Verkehr nnt den Eingebo-renen, ich noch kein Hundcfleisch zn kosten bekommen hatte; denn derEuropäer wird aus O-Waihi seinen Sitten und Vorurtheilen gemäßempfangen und bewirthet, und für den fremden Gast wird einSchwein, das er zu schätzen weiß, nicht aber ein Hund, den er ver-schmäht, in der Backgrube bereitet. Da erfuhr ich, als es schon zuspät war, daß ich die weit gesuchte Gelegenheit täglich am Bordversäumt hatte, wo unser königlicher Geleitsmann einen gebackenenHund zu verspeisen gepflegt. So geht es mit manchen Freuden imLeben.

Am 14. Oktober 1817 lichteten wir mit Tagesanbruch die An-ker, und die Boote der amerikanischen Schiffe bugsirten uns aus demHafen. Kareimoku kam aus dem Morai zu uns und brachte unsFische und Früchte mit. Wir wechselten übliche Salutschüsse mitder Festung, wir nahmen herzlichen Abschied von unfern Freundenund entfalteten die Segel dem Winde.