Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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Am 1. Januar 1817 hatte sich das Wetter aufgeklärt und derWind gelegt. Der noch hohe Wellengang bewies, daß kein Landüber dem Wind des Schiffes lag. Boniten umschwärmten uns.Nachmittags ward Land entdeckt; es ward erst, als die Sonnennterging, vom Verdeck sichtbar. Eine kleine niedrige Insel: Mesid.Der klare Mondschein sicherte uns zu Nacht vor Gefahr. AmMorgen des 2. näherten wir uns mit sehr schwachem Winde derSüdseite der Insel. Sieben kleine Boote ohne Mast und Segelwerk,jedes mit fünf bis sechs Mann bemannt, ruderten an uns heran.Wir erkannten die Schiffsbauart und das Volk der im Mai desvorigen Jahres gesehenen Inselgruppen. Die reinlichen, zierlichenMenschen betrugen sich sittig; eingeladen kamen sie zutraulich näheran das Schiff heran, auf dessen Verdeck sich jedoch keiner zu steigenvermaß. Wir eröffneten einen Tauschhandel, der ihrerseits mitgroßer Ehrlichkeit geführt ward. Wir gaben ihnen Eisen; sie hattenmeist nur ihren Schmuck, ihre zierlichen Muschelkränze, uns anzu-bieten. Eine Landung zu versuchen, ließ der Kapitain die Jalikund die Baidare aussetzen. Der Lieutenant Schischmareff komman-dirte in der Jalik, ich folgte mit Eschscholtz und Choris in derBaidare; die Mannschaft war bewaffnet. Die das Schiff umrin-genden Boote folgten uns, als sie uns dem Lande zurudern sahen.Andere kamen von der Insel hinzu, in deren Nähe beiläufig achtzehngleiche Fahrzeuge um uns einen Kreis zogen, und ich zählte derennoch sechs auf dem Strande. Eine Menge Menschen stand am Ufer,nur Männer; Weiber und Kinder zeigten sich nicht. Ich schätztedie Kopfzahl der von uns Gesehenen auf hundert, der LieutenantSchischmareff aber auf das doppelte; auf jeden Fall eine verhältniß-mäßig viel stärkere Bevölkerung als auf den übrigen von uns be-suchten Gruppen derselben Inselkette. Bei unserer Minderzahl,welche die Insulaner zudringlicher machte, und bei der Uebermachtunserer mörderischen Waffen, mochte Gleb Simonowitfch das Landnicht betreten. Hatte doch schon einer unserer Leute auf einen Ein-gebornen angelegt, der schwimmend ein Ruder unserer Baidare an-gefaßt hatte. Der Handel ward in der Nähe des Strandes fort-gefnhrt. Die Menschen gaben für Eisen, was sie besaßen: Cocos-