140
men. Die englischen Kaufleute auS Canada begaben sich zu Landedahin, und wie das Kriegsschiff, daS die Kolonie bedrohte, im An-gesicht des Hafens war, setzten sie sich um Geldes Preis, um50,000 Pfund Sterling, in Besitz derselben und zogen die englischeFlagge auf. Eine Handelsstraße zu Land soll die Colombia mitCanada verbinden. Uslata rstbro.
Die Zeit unsers Aufenthalts in Californien war abgelaufen.Am 26. Oktober, einem Sonntage, war nach einem Ritte nach derMission Fest- und Abschicdsmahl unter unfern Zelten. Die Artilleriedes Rurik's begleitete den Toast auf den Bund der Monarchen undder Völker und auf die Gesundheit des Gouverneurs. — Ein guterMissionar hatte seinen Mantel zu tief in das Blut der Reben ge-taucht und schwankte sichtbarlich unter der Last.
Am 28. wurde das Lager abgebrochen und wieder eingeschifft.Jndcß wir auf dein Presidio das Protokoll besiegelten, hatte HerrKuskoff mit Vorwissen des Herrn von Kotzebue zwei Baidaren aufden Otterfang in den Hintergrund der Bucht ausgeschickt.
Ain 29. reisten, einerseits Herr Kuskoff früh am Morgen mitseiner Baidaren-Flotille nach Bodega, und andererseits später amTage der gute Don Paolo Meente de Sola nach Monterey. Diesernahm unsere Briefe zur Beförderung nach Europa mit, die letzten,die unsere Freunde von der Reise aus von uns erhalten. Mit ihnenverschwand unsere Spur. Denn da wir im Spätjahr 1817 nachKamtschatka nicht zurück gekehrt, hat man uns in Europa verlorengeben müssen.
Am 30. ward alles Gethier cingeschifft, und Vegetabilien inder größten Fülle. Zugleich kamen eine unendliche Menge Fliegenan Bord, welche die Luft verdichteten. Frisches Wasser hatten wireingenommen, was im hiesigen Hafen, zumal im Sommer, ein schwie-riges Geschäft ist; ein Fäßlein Wein aus Monterey verdankten wirdem Gouverneur. Unsere Freunde vom Presidio speisten zu Mittagemit uns auf dem Rurik. Wir waren segelfertig.
Am 31. waren zum letzten Abschied unsere Freunde noch beiuns; einige von uns ritten noch Nachmittags nach der Mission.Spät am Abend langte Herr John Elliot de Castro an, noch un-