Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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Preis, und das Schwierigste, was ich weiß, ist der Uebergang vonder anerzogenen Hörigkeit zn dem Genuß der Selbstständigkeit undFreiheit.

Wir wollten am 25. August unter Segel gehen; ungünstigeWinde, Windstillen und Stürme hielten uns bis zum 29. im Hafen.Es ereignete sich am 28., daß einer der hier bivouakirendcn Frem-den Gewalt gegen einen unserer Matrosen brauchte und ihm mitgezücktem Messer eine Scheere entriß. Einer der ansässigen Tschukt-schi sprang schnell hinzu und ergriff den Thäter, den, als die Sachezur Sprache kam, sein Chef bereits bestraft hatte. Er wurde demKapitain gezeigt, wie er büßend in engem Kreise unablässig in glei-cher Richtung gleich einem Manegepferd laufen mußte; und der Vor-fall hatte keine anderen Folgen, als uns zu zeigen, daß unter diesemVolke eine gute Polizei gehandhabt werde.

Wir liefen am 29. August 1816 früh Morgens aus der St. Lau-renz-Bucht aus und erduldeten am selben Abend einen sehr heftigenSturm. Wir richteten unfern Lauf nach der Ostseite der St. Lau-renz-Insel, die der Kapitain aufnehmen wollte. Die Nebel vereitel-ten seine Absicht, und wir segelten am 31. vorüber, ohne Ansichtvom Lande zu haben. Untiefen machen die Fahrt auf der amerika-nischen Seite dieses Meerbeckens gefährlich. Wir steuerten nunnach Unalaschka. Am 2. September hatten wir den in diesen Meer-strichen seltenen Anblick der aufgehenden Sonne. Am 3. kam einkleiner Landvogel (eine ItilnxiUa) auf das Schiff, und ein Wasser-vogel (ein Ool)-mbns) lieferte sich uns in die Hände und ließ sichgreifen. Nachmittags ward vom Mastkorb die Insel St. Paul fernim Westen gesehen, und wir fuhren am Morgen des 4. an St.George vorüber, die uns ebenfalls im Westen blieb. Uns erfreuteunerwartet an diesem Tags der Anblick eines Schiffes. Wir holteneS ein und sprachen mit ihm. Es war ein Scunner der russisch-amerikanischen Compagnie, der Pelzwerke von St. Paul und St.George geholt hatte und nach Sitcha bestimmt war. Wir machtenden Weg zusammen nach Unalaschka. Die Nacht war stürmisch unddunkel, und dabei leuchtete das Meer, wie ich es kaum schöner zwi-schen den Wendezirkeln gesehen. An den vom Kamm der Wellen