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Berliner Museen geschenkt habe, hätten auch diese und nicht ich denVortheil davon gehabt.
Unsere Gäste aus Concepcion brachten meist den andern Tag beiden Freunden zu, die ihnen ein Obdach gegeben, und Talcaguano,von jener festlichen Menge überfüllt, gewann ein ungemein belebtesAnsehn. Gruppen von Damen und Herren zogen umher, Musik er-scholl aus allen Häusern, und am Abend ward in verschiedenen Zir-keln getanzt. Ich war spät mit dem Kapitain heimgekehrt; wirhatten uns beide zur Ruhe gelegt und schliefen schon, als Musik un-ter unfern Fenstern sich hören ließ, eine Guitarre, Stimmen. —Der Kapitain stand verdrießlich auf und suchte nach seinen Piastern,um die Ruhestörer befriedigt zu entfernen. Um Gottes willen, riefich aus, der Sitte kundiger als er, das ist ein Ständchen! Es findvielleicht die vornehmsten ihrer Gäste; und aus dem Fenster spähenderkannte ich unter vier jungen Damen, die ein junger Mann be-schützte, die zwei Töchter unseres Freundes Frondoso. Wir warfenuns in unsere Kleider, bald brannte Licht; wir nöthigten die Nacht-wandlerinnen herein, und es ward gespielt, gesungen und getanzt bisspäter in die Nacht hinein, denn es war schon nicht mehr frühe. —Aber was tanzten die Fräulein von Rivas für einen Tanz?! Omeine Freunde! kennt ihr die Fricassee? Nein, ihr kennt die Fri-cassee gewiß nicht; dazu seid ihr zu jung. Ich habe die Fricasssein den Jahren 1788—90 zu Boncourt in der Champagne als einenalten volksthümlichen Charaktertanz von alten Leuten tanzen sehen,die sie in ihrer Jugend von Anderen erlernt hatten, die damals auchschon alt waren. Ich bin seither noch nur einmal zu Genf flüchtigan die Fricassee erinnert worden, aber ich weiß sie von Boncourther noch auswendig: zwei Kavaliere begegnen einander, begrüßen ein-ander, sprechen mit einander, erhitzen sich gegen einander, ziehen gegeneinander, erstechen einander, und das alles nach einer Melodie, dieich euch noch Vorsingen wollte/ wenn ich überhaupt singen könnte.— Was tanzten die Fräulein von Rivas Anderes, als eben die Fri-cassäe! — Es fand sich am andern Tage zum großen Schrecken desKapitains, daß die Chronometer, die wir über die Fricassee vergessen,von der erlittenen Erschütterung ihren Gang merklich verändert hatten.