Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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Bewegung ward an derselben nicht wahrgenommen. Das am 7.untersuchte Wasser enthielt außerdem in sehr geringem Verhältnis;grüne, schleimige Materie und seltnere, sehr kleine röthliche Thiereaus der Klasse der Krebse, die umherschwimmend sich häufig Fädenvon der Oberfläche holten und selbige zu Grunde zogen. Die Strichegrünen Wassers, die am 9. beobachtet wurden, waren in der Regelweniger breit, als die graugclben. Sie verbreiteten einen sehr auf-fallenden faulen Geruch. Die reine grüne Farbe rührte von einerunendlichen Menge Infusorien her, die das Wasser verdichteten. DiePlanarien-ähnlichen Thiere waren mit bloßen Augen kaum unter-scheidbar. Das Wasser des Kanals von Santa Catharina war

manchmal, besonders bei Südwind, ähnlich gefärbt und hatte einenähnlichen faulen Geruch, aber diese Thiere waren darin nichtvorhanden.

Am 10. überfiel uns ein Sturm in der Nähe des Hafens. Am11. sahen wir das Land, und lagen am 12. Nachmittags um 4 Uhrim Kanal von Santa Catharina auf der Seite des besten Landesund in der Nähe des Forts Santa Cruz vor Anker.

Ich werde nicht, ein flüchtiger Reisender, der ich auf diesesLand gleichsam nur den Fuß gesetzt habe, um vor der riesenhaftwuchernden Fülle der organischen Natur auf ihm zu erschrecken, miranmaßen, irgend etwas Belehrendes über Brasilien sagen zu wollen.Nur den Eindruck, den es auf mich gemacht, den es in mir zurück-gelassen hat, möchte ich den Freunden mitthcilen; aber auch da feh-len mir die-Worte.

Die Insel Santa Catharina liegt in der südlichen Halbkugelaußerhalb des Wendekreises, in derselben Breite, wie Teneriffa inder nördlichen. Dort ist der felsige Grund nur stellenweis und nurdürftig begrünt, den europäischen Pflanzenformen sind nur fremd-artige beigemengt, und die auffallendsten derselben auch fremd demBoden. Hier umfängt eine neue Schöpfung den Europäer, und inihrer Ueberfülle ist Alles auffallend und riesenhaft.

Wenn man in den Kanal einläuft, der die Insel Santa Catha-rina von dem festen Lande trennt, glaubt man sich in das Reich dernoch freien Natur versetzt. Die Berge, die sich in ruhigen Linien