Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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wollte, für ihn anzuschaffen. Dessen nahm sich Martin Petrowitschmit außerordentlichem Eifer an. Er kam am letzten Tage ganz be-geistert auf das Schiff und meldete, er habe eine ganz vortrefflicheOrgel gefunden, die er ausgemessen, die im Schiffsräume am Fußedes großen Mastes aufgestellt werden könne, und wofür ein undzwanzig Pfund begehrt würden. Man schließt sich nicht ans, wodie Mehrheit entschieden hat; der Kauf ward beliebt, und ich wardfür meine drei Pfund ein Gönner der edlen Tonkunst, so gut wieein Anderer. Der Kapitain fuhr in Geschäften ans Land; seinerseitsauch Martin Petrowitsch, uni das Instrument zu holen, welches erbald mit einem Arbeiter, um cs aufzustellcn, hcimbrachte; und unsereOffiziere sahen verwundert und entrüstet, aber stillschweigend, amvorbestimmten Orte eine große Maschine, eine Kirchen-Orgel auf-bauen, welche die Luken, die Zugänge zu dem unteren Schiffsräumebesetzt hielt. Otto Astawitsch, als er, wie kaum das Werk vollbrachtwar, an Bord wieder eintraf, entsetzte sich davor, und wollte demwachthabenden Offizier zürnen, daß er solches gelitten. Er hatteaber ja selbst den Befehl gegeben. Es blieb ihm nur übrig, zuverfügen, daß binnen einer halben Stunde Zeit die Orgel entwederwieder ans Land geschafft, oder über Bord geworfen sein solle. DasErste geschah. Wodurch man gesündigt hat, damit wird inan be-straft: es kommt mir selber, dein Gegenfüßler eines musikalischenMenschen, ergötzlich vor, an diesem unserm in England liegender!Besitzthnme nicht nur eine, sondern zwei Aktien zu haben, dennich habe dem Martin Petrowitsch, als er in Kamtschatka von unsschied, die seine discontirt.

Wir lichteten am 23. September die Anker, die wir, da derWind umsprang, sogleich wieder auswerfen mußten. Wir liefen erstam 25. Morgens mit schwachen: Landwinde aus, aber gleich an:Ausgang des Sundes empfing uns von der See her der Südwind,der frisch und frischer wehend uns im Angesichte der Küste zu la-viren zwang, und in der Nacht zu einem gewaltigen Sturme an-wuchs. Wir erlitten, etliche Haverien, wobei ein Mann beschädigtward, und schätzten uns glücklich, am 26. bei Tagesanbruch unfernalten Ankerplatz wieder zu erreichen. Wir befährdeten dabei ein