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Reise hatte Herr von Krusenstern geschwiegen, und ich wußte nicht,an welchen Küsten angelegt werden sollte.
Niebuhr bezcichnete mir einen Strich der Ostknste Afrikas,dessen Geographie noch mangelhaft sei, und den bei westlicher Rück-fahrt aufzunehmen die Umstände leichtlich erlauben möchten. Ichentgegnete ihm kleinlaut und fast erschrocken, dieses sei doch alleinSache des Kapitains. Er maß aber auch in solcher Angelegenheitder berathenden Stimme des Gelehrten einiges Gewicht bei. —Was bei einer solchen Entdeckungsreise ein Gelehrter ist, wird ausdiesen Blättern erhellen.
Der Dichter Robert sagte zu mir: Chamissv, sammeln Sieimmerhin und bringen Sie heim für Andere Steine und Sand,Seegras, Blattpilze, Entozoa und Epizoa, das heißt, wie ich höre,Eingeweidewürmer und Ungeziefer; aber verschmähen Sie meinenRath nicht: Sammeln Sie auch, wenn Sie auf Ihrer Reise Gele-genheit dazu finden, Geld, und legen Sie es für sich bei Seite;mir aber bringen Sie eine wilde Pfeife mit. — Wohl habe ichNir den Freund eine wilde Pfeife von den Eskimo's mitgebrachtund er hat seine Freude daran gehabt; aber das Geld habe ichvergessen.
Ich will hier gelegentlich anführen, daß ich am Bord desRurik's eine Denkschrift des Doctors Spurzheim vorfand, der, we-niger praktisch, zur Beförderung der Kranologie empfahl, LenWilden das Haupthaar zu scheeren und ihre Schädel in Gips ab-zuformen.
Ich fuhr von Berlin den 15. Juli 1815 mit der ordinairenPost nach Hamburg ab. Die Beschreibung von dem, was damalseine ordinaire Post hieß, möchte jetzt schon an der Zeit und hier auihrem Orte sein, da der Fortschritt der Geschichte auch dieses Unge-heuer weggeräumt hat. Ich kann aber, ohne meine Glaubwürdig-keit zu gefährden, auf Lichtenberg verweisen, der die Martermaschinemit dem Fasse des Regulus verglichen hat. Der deutsche Postwagen,schrieb ich damals, scheint recht eigentlich für den Botaniker einge-richtet zu sein, indem man nur außerhalb desselben ausdauern kannund dessen Gang darauf berechnet ist, gute Muße zu lassen vor und