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3 (1864)
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entspräche der Erfolg dem Willen, so müßte sich Jeder mit mirhinträumen, wo eben uns die Reise hinführte. Dieser Theil wärevielleicht am Besten während der Reise selbst geschrieben worden.Abgesondert würde ich sodann den Gelehrten vorlegen, was ich fürjedes Fach der Wissenschaft Geringfügiges oder Bedeutendes zu er-kunden oder zu leisten das Glück gehabt hätte.

Die Erzählung meiner eignen Reise ist nicht von mir gefordertworden, und ich habe, wenig schreibselig, es gern Anderen, demHerrn von Kotzebue, und dem Maler Choris*) überlassen, eine solchejeder für sich zu verfassen. Ich habe nur sächlich über die Lande,die wir berührt haben, meine Bemerkungen und Ansichten inden Blättern niedergelegt, von denen ich mehrere, unerachtet ihreroft unvermeidlichen Dürre, gegenwärtiger Sammlung einverleibenwill. Und, offenherzig gesprochen, das eben ist's, was mich veran-laßt, das Versäumte nachzuholen und an euch, ihr Freunde undFreunde meiner Muse, diese Zeilen zu richten. Ich bilde mir nichtein, vor Fremden, sondern nur vor Freunden zu stehen, da ich vonmir unumwunden zu reden und ein Hauptstück meiner Lebenö-geschichte vorzutragen mich anschicke.

Aber wird nicht der Thau von den Blumen abgestreift, nichtihr Duft verhaucht sein? Seither sind fast zwanzig Jahre verstri-chen, und ich bin nicht der rüstige Jüngling mehr, ich bin ein fastalter, ein kranker, müder Mann; aber der Sinn ist mir noch frisch,das Herz noch warm geblieben: wir wollen das Beste hoffen. Ebendie Krankheit, die meine Kraft bricht und mich zu ernsteren Arbeitenuntüchtig macht, verschafft mir die nöthige Muße zu dem vertrau-lichen Gespräch.

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