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rignon (^lem. äs karis. 1714. p. 78 — I2Z.) hat von bey-den Regeln einen ausführlichen Bewkl'ß gegeben.
Sehr oft setzt man die Schwere der Körper ganz bey-seit, betrachtet aber dagegen andere beschleunigende Kräfte,welche nach parallelen Richtungen in jeden Theil der Massewirken. Dies ist der Fall, wenn Körper, die auf einerwagrechten Ebne liegen, durch den Stoß in Bewegunggesetzt werden u. s. w. Hiebey kömmt zwar das WortSchwere nicht vor, aber wenn man die Punkte sucht, inwelchen sich die Massen solcher Körper vereinigt anneh-men lassen, so sind die Schlüße die nemlichen, und manfindet diese Punkte mit den Schwerpunkten einerley. Nurist es schicklicher, in solchen Fallen den gefundenen Punktnicht Schwerpunkt, sondern Mittelpunkt der Masse oderder Trägheit zu nennen, s Mittelpunkt der Masse.
Wenn sich ein System von Massen in einerley gera-den Linie oder in Parallellinien bewegt, so bewegt sich dergemeinschaftliche Schwerpunkt aller Massen in eben derLinie, oder auch mit paralleler Richtung, oder er ruht,und die Summe aller Bewegungen (nach einerley Seitemit ch, nach der entgegengesetzten mit — bezeichnet) istgleich der Bewegung des mit der Summe aller Massen be-legten Schwerpunkts (nach der positiven Seite zu betrach-tet). Daher findet man die Geschwindigkeit des Schwer-punkts , wenn man die Summe aller Größen der Bewe-gung durch die Summe aller Massen dividirt. Sind dieBewegungen nicht parallel, so kann man jede nach paralle-len Richtungen zerlegen, und die Bewegung des Schwer-punkts durch Zusammensetzung der Theile suchen, welcheschöne Methode d' Alemdert (Draics äs O/nsmigus.?gri8, 1752. 4.) sehr oft braucht.
Wenn ein System von Massen frey, d. i. an keinenftsten Punkt, um den es sich drehen müste, gebunden ist,so ändert Ruhe oder Bewegung seines Schwerpunkts nichtsin den Wirkungen der Massen auf einander selbst: dieMassen wirken, wie ruhende, und das ganze System gehtzugleich so fort, wie sein Schwerpunkt fortgehr.