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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
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Physikalisches Wörterbuch

oder

Versuch einer Erklärung der vornehmsten Begriffeund Kunstworte der Naturlehre, in alpha-betischer Ordnung.

L.

, läquores, hlguläa, /.rHErrt'o,

Eine Benennung der tropfbaren Flüßigkeiten, s. Flüssig.In diesem Sinne nennt man alle Fluida Liquoren, die kei-nen hohen Grad von Elasticität besitzen, deren Oberflächenalso in Gesäßen einen wagrechken Stand annehmen, z. B.Wasier, Weingeist, Oel, Quecksilber, geschnwlzene Me-talle. Vorzüglich aber giebk man diesen Namen solchenSubstanzen, die in hohem Grade flüßig sind, d. i. derenTheile sich leicht tr.nnen und beym Ausgießen viele untsskleine Tropfen bilden; dagegen man zähe Flüßigkeiten, z.B.consisiente Oele, Syrupe, bey geringer Wärme zerlassenesWachs oder Siegellack u. dgl. nicht gern Liquoren nennt.

Locker, s. Dünn.

Lothvecht, Bleyrechk, Senkrecht, Vertikal,Verticgla, ^ In der Geometrie sagt

man, eine Linie oder Ebne stehe auf einer ebnen Fläche loth-rect)k, wenn die Winkel, die sie mit der letztem macht,nach den in der Lehre von der Lage der Ebnen vorgefchrieb-nen Bestimmungen gemessen, rechte Winkel sind. DisLinie, die auf einer Ebne lothpecht steht, führt den beson-dem Namen eines Lorhs auf diese Ebne.

In der Physik legt man die oben angegebnen Namenvorzüglich denjenigen Linien und ebnen Flächen bey, welchemit der Horizontalebne des Orts, oder, was eben sovielist, mit der Oberfläche des stillstehenden Wassers daselbst,rechte Winkel machen. Die Erfahrung lehrt, daß di«Richtung der Schwere, oder des mit Gewicht beschwerten

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