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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
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Schwevevde, Schwerspatherde, lerrsxon-cierosa, /-orrck-'err/e u» airr chaat/r /?e/a»t.

Eine eigne von den übrigen wesentlich unterschiedene Erde,welche mit der Vitriolsäure verbunden den Schwersparhgiebt, und aus demselben erhalten werden kan, wenn manihn gepulvert mit 14 — 2 Theilen Weinsteinsalz calcinirt,und das daraus entstehende salzige Gemisch in destillirtemWasser auflöset und durchseihet. Hiebey verbindet sich dieVitriolsaure mit dem Laugensalze, und die Schwererde mitder Lufcsäure des letzter» ; es bleibt also im Filtrum einerohe, lufksaurchaltige Schwererde (rei rs poncierost»seeata) übrig, die noch durch Absüßen von den anhangen-den Salztheilen befrept werden muß. Diese wird durchsBrennen von Luftsäure und Wasser besreyt, und giebr als-dann die gebrannte oder reine Schwererde, welche,wie der gebrannte Kalk, brennend und scharf von Geschmack,auch in 900 Theilen Wasser auflöslich ist.

Die Schwererde findet sich ausser dem Schwerspatheauch im Braunstein. Im letztem entdeckte sie Scheele(Vom Braunstein in Schweb. Äbhandl. 1774. und in CrellsNeusten Entd. Th. I. S. nz. >24. rzz.) zuerst, erfuhr aberbald darauf von Gähn (Bergmanns Anm. zu SchefferSchym. Vorles. H. 167.), daß sie den Grundtheil desSchwer-spaths ausmache, den man bisher für talkartig gehaltenhatte. Er suchte sie also in dieser Steinart auf, bestätigteihr Daseyn und lehrte ihre Eigenschaften (Abh. von Luft undFeuer. §. 95.), welche Bergmann und de MorveauOournsl cie 1781. Ivlars cr Oökobr.) noch weiter unter-sucht haben.

Die rohe Schwererde ist weiß, unschmackhaft, fein,und unter den einfachen Erden die schwerste, indem ihr ei-genthümliches Gewicht nach Bergmann Z,?7 Z betragt.Sie ist, wie schon aus dem vorigen erhellet, der Kalkerdeähnlich, dennoch aber durch ihre Verwandschaften eigenthüm-lich von letzterer unterschieden. Die gebrannte Schwer,erde ist, wie der lebendige Kalk, ätzend, löset sich in denSäuren ohne Aufbrausen auf, und macht auch die mildenLaugensalze atzend.