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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
733
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Ruh 7ZZ

«-schweren, wenn man nicht allezeit gewisse Standpunkte alsabsolut ruhend ansehen wollte. Die Folge davon ist frey-lich diese, daß man so nur relative Bewegungen kennen lernt;

«s ist aber auch selten oder gar nicht nöthig, die absolutenin Betrachtung zu ziehen, s. Bewegung, relative.

Der Begrif von Ruhe ist verneinend. Er zeigt blosAbwesenheit der Bewegung an. Es last sich dabey nicht, wieKey der Bewegung, ein MehrereSund Minderes oder eineFolge verschiedener Grade gedenken: sondern die Ruhe istentweder gar nicht, oder ganz vorhanden. Weil nun glei-che Bewegungen nach entgegengesetzten Richtungen einanderausheben, und sich also als entgegengesetzte Größen betrach-ten lasten, deren eine mit ch, die andere mit bezeichnetwerden kan, so ist die Ruhe, oder der Mangel aller Bewe-gung, natürlicher Weise als die HRull oder als der mittlereZustand zwischen entgegengesetzten Bewegungen anzusehen.Und weil man sich vorstellt, daß entgegengesetzte Bewe-gungen von entgegengesetzten Kräften hervorgebrachk wer-den, so muß Man sich nothwendig auch vorstellen, daß dieRuhe von gar keiner Kraft hervorgebrachk werde, d.i.daß«in Körper ruhe, wenn entweder keine Kraft auf ihn wirkt,ober wenn sich alle in ihn wirkende Kräfte gerade aufheben,welcher letztere Fall das Gleichgewicht der Kräfte ge-nannt wird. So natürlich und leicht Nun dieses ist, so hak«S doch sehr lange'gedauert, che man zu wohlgeordneten Vor-stellungen von entgegengesetzten Bewegungen und von Ruh«hat gelangen können. Die Scholastiker strikten über dieFrage, ob Ruhe etwas positives, oder eine bloße Priva-tion sey. Descartes (prineip. zstiilos k. ll. H. 26.27.44.)war in der Bestimmung dieser Begriffe sehr unglücklich.Ersieht es als ein falsches VorNrtheil an, daß man zur Be-wegung mehr Kraft erfordere, als zur Ruhe, setzt auch nichtdie vorwärtsgehende Bewegung der rückwärtsgehenden, son-dern Bewegung überhaupt der Ruhe entgegen, (kstoksn-,äum eg, uuum motum slteri motui segue veioci null«moäo eile contrsistum , lest proprie tsn'tum äuplicem iüemveiiiri coutrsrietstem. Istnam mter ma/rrm e/vrl stiLm i'Msr motur celerrtatsm et lsräiksteni , «zusleiurr