niedrige Quellen erklären. Der Meinung von Hacrröhrenkan man nicht statt geben; und durch größere Qefnungenkönnte sich süßes Wasser nicht hoch über das Seewasser er-heben. Beyder eigenkhümliche Gewichte verhalten sich, wieroz zu wo; wäre also auch das Meer ivovoo Fuß tief (wel-ches gewiß bey weitem zu viel ist), so könnte doch eine gleich-wiegende Säule süsten Wassers nie über logIOO Fuß Höheerreichen, und also nur zollo Fuß über die Meeresflachesteigen, da man doch bis auf laooo und mehr Fuß hochQuellen findet.
lVoodward (Historia natumüs tellurin, I.onä.1691- 8-) sieht die Erde als eine hole mit einer ungeheurenMenge von Wasser erfüllte Kugel an, s. Erdkugel (Th.II. S. 5?.). Ihr ganzer Körper erhalt sich immer auf ei-nem beständigen Grade der Wärme, der beträchtlich genugist, um eine beständige Ausdünstung des großen Wasser-behälters zu unterhalten. Die Dünste dringen durch dieSchichten der Erdrinde, und verdichten sich zum Theil wie-der. Geschieht dies erst in der Höhe, so läuft das Wasservon den hohen Stellen in Bächen ab; geschieht e§ aber inSchichten, die dem platten Lande gleich liegen, so entste-hen daraus stillstehende Wasser oder Quellen. Die innereWärme und die Menge der aufsteigenden Dünste ist stetseinerley: die Verdichtung aber, welche von dem Einflüßeder äussern Wärme abhängt, ist nach dem Grade dieserletztem verschieden. Herr de Luc (Unters, über die At-mosph. Th. I. H. i;4 u. f.) hat sehr umständlich gezeigt, wiesehr dieses System mit den Erfahrungen streite. Wenndie Verdichtung, die sich nach der äussern Wärme richtet,die Ursache der Quellen wäre, so müsten die Flüße im plat-ten Lande im Sommer am meisten anschwellen, weil sichalsdann mehr Dünste unverdichtet in die Luft erheben, unddurch den Regen herabfallen; diejenigen hingegen, welchevon hohen Bergen kommen, müsten im Winker sogleichvon ihren Quellen an sehr zunehmen, weil alsdann dieVerdichtung auf den hohen mit Schnee bedeckten Bergensehr schnell und stark erfolgen würde. Von allem diesenaber geschieht gerade das Gegentheil. Die Bergwasser