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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
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fließen im Winter schwächer, und Flüßs, die von neuge-fallenem Regen und Schnee entstehen, schwellen im Winkermehr, als im Sommer. Herr de Lüc zeigt bey dieserVeranlassung sehr deutlich, daß dasAnschwellen derFlüße,die von hohen Bergen kommen, ganz von dem Zerschmel-zen des Schnees und Eises abhänge, welches man aber aufdie, welche im platten lande stießen, nur zu gewissen Jahrö-zeiten anwenden kan.

Alles bisherige zeigt zur Gnüge, daß man bey Er-klärung des Ursprungs der Quellen mehr als eine Ursachezu Hülfe nehmen mäße. Soviel ist unläugbar, daß aufder Erde ein beständiger Kreislauf des Wassers unterhaltenwird, welches aus dem Meere in die Erde oder Atmosphäretritt und durch die Quellen und Flüße wieder zum Meerezurückkehrt. Hierbey scheint nun das herabfallende Regen-pnd Schneewasser, nebst dem zerschmelzenden Schnee undEise und den an den Bergen und Anhöhen niedergeschlag-nen Dünsten die vornehmste Ursache der Quellen zu seyn;alle übrige sind entweder nur local, oder ganz ungegründet.

Die Quellen selbst sind an Gehalt und Reinigkeit ver-schieden, nach Beschaffenheit der Erdschichten, durch die siesich sammlen und durchstießen. Die reinsten entspringengewöhnlich in den grösten Höhen. Je reiner sie sind, destonäher kömmt ihr eigenthümliches Gewicht dem des Luft-wassers, und desto weniger lassen sie Bodensatz in Gefä-ßen, und Rückstand bey der Destillation. Das gewöhn-liche Quell - oder Brunnenwasser hat fast immer GypS, ro-he Kalkerde durch Hülfe der Luftsäure aufgelöset, und einigesalzige Theile. Von denen, welche solcke Stoffe in vorzüg-licher Menge enthalten, s. Gesundbrunnen. Manche,die viel Kalkerde bey sich führen, iucrustiren hineingelegteSachen, und erzeugen beym Herabtröpfeln die Stalaktiten,s. «sölen.

Die Menge des Wassers ist in manchen Quellen im-mer ziemlich gleich, in andern abwechselnd. Man hat siedeswegen in gleichsormtIe (peremwn) und periodische,auch die letztem weiter in inrermittirende (die auf gewisseZeit ganz aushören) und abwechselnde (recixmci, deren