Druckschrift 
3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
606
Einzelbild herunterladen
 

6o6

Que

die Wände der Keller der pariser Sternwarte, aus denennach starkem Regen Wasser herablauft. iMan hak auchwirklich Beyspiele davon, daß an manchen Orken das Ne-genwasser tiefer, als an andern, eindringt.

^ieölleüU (X4em. cie l'acaä. rov. äs ksriz, i6gz. p.«7 lgg.) bestreitet die von Mariotte gemachte Berechnung.Er erklärt die Breite der Gegend von ;o Mellen, derenWasser zu Unterhaltung der Seine dienen soll, für ganz will-kührlich angenommen, und meint, wenn man so rechnenwollte, so könnte man Flüße finden, deren Wasser nicht dendreyßigsien Theil des Regenwasserö ihrer Gegend abführte,dagegen sie an andern Orten so dicht zusammen lagen, daßalles Regen, und Schneew.isser der Gegend zu ihrer Unter-haltung viel zu wenig seyn würde. Um richtig zu rechnen,müsse man eine Insel, z. B. England und Schottland,wählen, um das auf ihre Flache fallende Regenwasser mitdem, was sich durch die Mündungen aller ihrer Flüße insMeer ergießt, zu vergleichen. Sedileau findet nach einemUeberschlage, den er auf einige Sähe des Riccioli (6soZr.rekorm. ch. X. c. 7.) gründet, aber selbst nicht für zuverlä-ssig hält, daß ans England und Schottland kaum halb so-viel Wasser aus der Luft falle, als Zu Unterhaltung ihrerFlüße nöthig sey.

Endlich ist zwar nicht zu langnen, daß viele Quellenmehr Wasser geben, wenn es stark geregnet hat, und daßin dem wüsten Arabien und einem Theile von Afrika, woes nie regnet, die Quellen undFlüße selten sind. Allein esZiebt auch viele Quellen, welche zu allen Jahrszeiten gleichviel, oder wohl gar in großer Hiße mehr Wasser geben, alsbey nasser Witterung. Zudem find beträchtliche Quellenund stehende Gewässer auf hohen Bergen, welche ihren Ur-sprung unmöglich ganz vom Regen und Schnee haben kön-nen. Es scheint also wenigstens ausser dieser Ursache derQuellen noch mehrere zu geben.

^ Alep (Ok tbo oireularion ofi rbe vskr/ vspours ofikbe lea auci tbs caule ok lssingr, in den l'hilok. l rsn«. »um.10z. p. 468.) halt den Regen und Schnee für unzureichend,und leitet dagegen die Quellen von den aus dem Meere auf»