Ritzen, dergleichen man auch beym Graben der Brunnenwirklich antrift, und werde endlich durch undurchdringlicheFelslager aufgehaiten, und irgendwo auSzubrechen genö-.rhiget.
Dieser an sich nicht unwahrscheinlichen Meinung hatman dennoch vieles entgegengesetzt. Schon Seneca be-merkt, das Regenwasser dringe kaum io Fuß tief in disErde ein. perraulk (Oeuvres cliveckes. To« II. j). 787sgg.) und vorzüglich de la «sire (kvlein. 6e ?Acaci. 10^.üe j?sris i7OZ. 68 stfg.) haben eben dies durch mehr Ver-suche bestätiget. Der letztere grub eine Schüssel 8 Fuß tiefunter der Erde ein. so daß sie ein wenig schief lag, und auöihrer niedrigsten Stelle sine »2 Fuß lange Bleyröhre in ei-nen Keller gieng. Aus dieser Rohre kam in einer Zeit voni; Jahren kein Tropfen Wasser. Eine andere Schüssel mit8 Zoll hohen Wänden, deren Oberfläche 64 Quadratzollbetrug, ward nur 8 Zoll tief an einem weder der Sonnenoch dem Winde auügesetzten Orte eingegraben, der vonallen den Durchgang hindernden Pflanzen gereiniget war.Auch diese gab vom 12 Jun. bis zum folgenden 29 Febr.kein Wasser, und dann nur ein wenig, nachdem es gereg-net hakte, und darauf ein starker Schnee gefallen war.Eben diese Schüssel, r6 Zoll tief einaegraben, gab auch nachdem stärksten Regen kein Wasser; und als er Pflanzen dar-über setzte, vertrokneten dieselben aus Mangel der Feuch-tigkeit. Aus diesem allen schließt de la <Jire, daß dasRegenwasser in ein mit Pflanzen besetztes Erdreich nichtüber zween Fuß eindringe, es müsse denn der Boden kie-sicht oder mit kleinen Steinen vermengt seyn; daher nursehr wenige Quellen vom Regen - und Schneewasser entste-hen könnten. Auch Oerranlts Untersuchungen zeigen, daßdas Erdreich auf Hügeln und Flachen selbst vom stärkstenanhaltenden Regen nicht über zween Fuß tief durchdrungenwerde, klarierte aber sucht diesem schon von Seneca vsr-gebrachten Einwurfe dadurch zu begegnen, daß er das roheEkdveicb von dem angebauten unterscheidet, in welchem derAnbau die kleinen Canäle zerstöre. Er beruft sich auf dieAdern, welche man beym Brrrnnengrabeki antrift, und auf