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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
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gesriegnen Dünsten her, welche von den Winden gegen dieGebirge dc6 festen Landes geführt, daselbst aber durch dieKälte verdichtet und wieder in tropfbares Wasser verwand,let werden. Er gründet sich auf eine Berechnung der Aus-dünstung des mittelländischen Meeres (ichuosi. 'I'rmw. uum.lzy.), nach welcher dieselbe die dünstende Fläche täglich umS o Zoll erniedrigen, und über dreyma! soviel auscrageu soll,als die ui dieses Meer lausenden großen Ströme demselbenWasser zusuhren« Allein es ist hiebey die Wafsermcngedieser Ströme viel zu gering angeseht, wie aus dem obenbeym Worte Meer beygebrachten erhellen wird. Inzwi-schen halt chnllrp diese 'Ausdünstung für zureiche..d zu Er-klärung des ganzen Phänomens, und gl u r, das Wassersowool, als ein Theil der Dünste dringe durch die Stern-klüste in die Holen der Berge, und laufe, wenn es nichtmehr Platz habe, langst der Seiten des Gebirges in einzel,ne Quellen nieder.

Halley bemerkte bey seinem Aufenthalte auf der InselSt. Helena, daß auf dem Gipfel der Berge, gooPardsüber der Meereöfläche, des Nachts bey Hellem Wetter dieDünste sich so stark verdichteten, daß er die Glaser seinesFernrohrs von Zeit zu Zeit mit kleinen Tropfen bedeckt fand,und die Naße des Papiers ihn hinderte, seine Beobach-tungen aufzuschreiben eine Erfahrung, die auch HerrNästner in der Pläne um Leipzig öfters gemacht zu habenversichert. Lulofs erzählt hiebey, es werde bey Koxhorn,einem Landgute bey Wassenaer, Wasser von den Dünenzu Künsten geleitet, worunter auch eine Wüsterblase sey,die bey langer Dürre zwar still stehe, aber bey bevorstehen-dem Regen schon zu quellen anfange, ehe es noch regne, weilsich die überstüßige Feuchtigkeit der Lust an den DünenNiederschlage. Thun dies schon so niedrige Sandhügel,als die. Dünen sind, was muß nicht bey hohen Bergenerfolgen, deren Gipfel weit kalter sind, und mehr Schat-ten geben ?

Man bat zwar gegen diese Erklärung des Ursprungsder Quellen den Einwurf gemacht, daß die höchsten Gebir-ge, z. B. die Alpen in .Europa, auf welchen die Donan,