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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
381
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Die Verhältnis 4 : i, 8 i, 16 rr geben die Inter»valleder doppelten, dreifachen, vierfachen Gctave rc.(Led, welche noch immer sehr vollkomm-ne Confonanzen bleiben.

Dcularglas, s. Fernrohr, Mikroskop.

lOtlk, olea, //rtt'/cr. Diesen allgemeinen Na-men giebt man in der Chymie gewissen zusammengesetztendünnflüßigen Materien, welche sich im Wasser gar nichtoder sehr wenig auflösen, und durch Hülfe eines Dachresdie Flamme ernähren. Unauflöslichkeit im Wasser undBrennen mit einer Flamme sind eigentlich die Kennzeicheneiner Gattung von Körpern, welche man olr'chkö (oleola)nennt, und wozu die Fertigkeiten mit gehören, s. Fett.Die dünnflüßigen Körper dieser Art sind die (Oele; diemehr Consistenz haben, heissen Balsame, Buttern, Har-ze u. s. w. Man hat aber unter den Oelen wiederum diefetten Oele von den ätherischen und von den brenzlichten Oe-len zu unterscheiden.

FerreÖele, die auch müde, schmierine, ausge-presite heissen (olea unAuinols, uuätunls, expiells,/mi-/er «torrrer, t/n/r cker sind in den

meisten Saamen und Kernen des Pflanzenreichs so häufigenthalten, daß sie von selbst ausfließen, wenn man dieseKerne zermalmet und auspresset. Diese Oele sind mild undgeruchlos, wenigstens, wenn sie noch frisch sind, und sichdie von den Hülsen herrührenden Beymischungen durch denBodensatz völlig abgeschieden haben. Sie sind nie voll-kommen flüßig, und verdampfen noch nicht bey der Tempe-ratur des siedenden Wassers, sondern kochen erst bey einerweit stärker« Hitze, die man auf 6vo Grad nach Fahren,heit rechnet. Dies ist die Ursache, daß sich die Flecke, diesie auf Papier zurücklassen, durch die Erhitzung nicht ver-lieren, und daß sie sich bey der bloßen Annäherung einerFlamme nicht entzünden, sondern eines DachteS bedürfen,der sie so stark erhitzt, daü sie ausdampfen.

Diese ausgepreßken Oele werden, wenn aus ihnen durch

langer Stehen die Lustsäure entweicht, ranzichc (liuiüiäa)