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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
377
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gen u. dgl. herabfällt, ohne Schwierigkeit in die Erde ge-leitet. Aber in der kalten Zone, wo es mit dem Schneel erabfällt, kan eS wegen der starken Eisrinde, die kein Lei-ter ist, nicht in die Erde dringen. Es wird also diese an-gehäufte Elektricitat wieder in die Höhe steigen, sich einenWeg durch den Lustkreis, der bey den Polen sehr niedrig ist,bahnen, in den luftleeren Raum übergehen, und sich da inRichtungen, welche wie die Meridiane divergiren, wiedernach dem Aequator wenden. Geschieht dies, so muß sieda, wo sie am dichtesten ist, sichtbar seyn, dies aber immerweniger werden, je mehr sie divergirt, bis sie endlich innnsern Landern in die Luft oder Erde übergeht. Hierauswürden sich alle Phänomene erklären. Das Nordlicht er-st eint im Sommer am seltensten, weil da das Eis war-n er und zum Leiten geschickter ist. Die verdichtete Polar-luft selbst würde als ein dunkler Kreis, oder vielmehr, alsein Segment davon erscheinen: und da die divergirendenStralen, wenn sie Leitern naher kommen, wieder cvnver-giren, so würden hiedurch die mannigfaltigen Figuren derLichtstreifen begreiflich. Positiv elektrische Stellen würdendie Kronen veranlassen, die in den Beschreibungen derNordlichter erwähnt werden.

Soviel auch das Nordlicht Ähnlichkeit mit einer elek-trischen Erscheinung hat, so ist doch unter allen diesen Theo,rien noch keine, welche in Absicht der besondern UmständeVorkommen befriedigt. Bergmann behältWairans Hy-pcthese bey, verbindet sie aber mieden neuern so, daß er dieMaterie des Zodiakallichts durch Reiben an der verdünntenLust elektrisch werden, und dadurch elektrische ErscheinungenHervorbringen last. Das Resultat aus allem ist, wie inMehrern Fällen, dieses, daß wir noch weit davon entferntsind, die wahre Ursache und Entstehungsart des Nordlichtsmit Gewißheit angeben zu können.

Was man von diesem Phänomen gegen den Südpolwahrgenommen hat, s. beym Worte Südlichr.!

tVlelure äe ls tcrre sn cvrcle xolsire in den Oeuvre« AA^^cr-turr, l.70,1 1768. ?msj. 'i> m. p.