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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
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Mag

Zustande armirt oder gewusster. Will man die Stärkeder Anziehung durch angehangne Gewichte bestimmen, sowird au die hervvrstehenden Füße, welche auch die künstli,che,r Pole heissen, ein eiserner Stab, ocr 2 lnker, an-gebracht, der mit seiner platten Seite an die Füße anschließt,und unten mit einem Haken zum Anhängen der Gewichteversehen ist.

Durch diese Armatur wird die Kraft dir Magneteansehnlich verstärkt. Wolf (Nützliche Versuche, Th.. III.Cap. 4. §. Z5.) führt aus Mersenne und de Eanis Bey-spiele an, daß armirte Magnete iS bis 40, ja bis Z20mal mehr Gewicht trugen, als sie ohne Armatur haltenkonnten.

Das Vermögen der Magnete hangt gar nicht von ih-rer Größe ab. Man findet deren, die nicht über 20 bis ZOGran wiegen, und doch ein 40 bis 50 mal stärkeres Ge-wicht tragen. Lavallo sähe einen, der nicht mehr als7 Gran wog, und doch zoo Gran aufzog. Große Magnecevon 2 Pfund hingegen ziehen selten mehr, als ihr zehnfachesGewicht. Ost zieht ein kleines Stück, au« einem großen na-türlichen Magnet herausgeschnitten, mehr, als der ganzegroße Stein, welches von den heterogenen Theilen des letztemherrührt.

Die magnetische Anziehung wird nicht geschwächt,wenn man gleich zwischen den Magnet und den angezognenKörper ein Zwischenmittel bringt, wofern nur dasselbe nichtEisen oder eisenhaltig ist. So wirkt der Magnet frey undungeschwächt durch Holz, GlaS, Messing u. dgl. auchdurch den luftleeren Raum. Diese merkwürdige Eigen-schaft macht den Magnet, weil man ihn so leicht verbergenkan, zu einer Menge von belustigenden Täuschringen undTaschenspielerkünsten geschickt. Nähnadeln auf einem Tischescheinen sich von selbst zu bewegen, wenn man einen in derHand verborgnen Magnet unter dem Tischblakke herum-führt; und wenn im Ende eines hölzernen Stabs ein Mag-net verstecktest, so kan man Körper, die auf dem Masterschwimmen, damit nach Gefallen lenken, wenn sie nur et»