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frey schwebt, beständig gegen Norden und Süden kehrt.Sie heißen die Pole des Magnets, und zwar wegen ih-rer Richtung der eine der Nordpol, der andere der Süd-pol. Die gerade Linie von einem zum andern heißt desMagnets Are, und eine auf der A.re senkrecht stehendeEbne mitten zwischen beyden Polen, sein Aeguaror.Magnete in Gestalt von Kugeln gebracht, worauf Poleund Aeguator bemerkt sind, heissen, als Nachahmungender Erdkugel Terrellen (rerrellse).
Man findet die Pole eines Magnets durch verschiedeneMittel, Legt man ihn unter eine Glastafel, siebt ein we-nig Stahlfeile auf das Glas, und klopft mit einem Schlüs-sel darauf, daß sich die Stahltheilchen los machen können,so ordnen sich dieselben, wie Taf.XVl. Fig. 27., und manfindet die Pole bey tV und 6 , von welchen Punkten diekrummen Linien auszugehen, und wo die Stahltheilchenfast aufgerichtet zu stehen scheinen. Noch besser findet mansie mit einem etwa 2 - z Linien langen feinen StückchenEisendrath, das man auf der Oberfläche des Magnets her-umführt. Dieses stellt sich über den Polen senkrecht, neigtsich immer mehr, je weiter man von denselben abkömmt,und legt sich auf den Aeguator flach auf.
Es giebt aber auch natürliche Magnete mit drey undmehreren Polen. Diese anomalischen oder zusam-mengesetzten Magnete scheinen aus mehreren verwachse-nen einzelnen zu bestehen. Hiebey ist es ein Gesetz ohneAusnahme, daß nie zween Nordpole, oder zween Südpoleunmittelbar neben einander liegen; auch ist die Anzahl derNordpole allezeit der Zahl der Südpole entweder gleich,oder doch nur um i von ihr unterschieden; daß es also aneinem Magnete, der 2 Nordpole hat, entweder i oder 3oder z Südpole geben muß.
Da bepde Pole zusammen ein stärkeres Gewicht zie-hen, als einer allein, so schleift man die Magnete gewöhn-lich an ihren Polen glatt, und befestigt an jeden eine dünnePlatte von weichem Eisen, die sich unten in einen hervor-stehenden dicken Fuß endigt. Diese Vorrichtung nenntman die Armatur des Magnets und ihn selbst in diesem