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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
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dicht durchgehen. Diese Stifte haben unten Haken, wor-an man die Körper unter der Glocke hängt; oben sind siemit kleinen Handgriffen versehen, bey denen man sie anfas-sen, weiter aufziehen, tiefer herabstossen, umdrehen:c. kan.Man hat auch eigne Veranstaltungen, schnelle Rotationenunter der Glocke, vorzüglich zu Erregung der Elektricitäthervorzubringen, dergleichen s'Gravcsnnde und sslollecbeschreiben.

Bey Verdünnung der Luft drückt die Atmosphäre dieGlocke von selbst an den Teller fest. Bey Verdichtungenaber ist dazu eine eigne Presse erforderlich. Bey Smea-tons Luftpumpe stehen auf der Platte, in der der Tellerliegt, zwo Sau'en mit Schraubengängen, an welchen zwobewegliche Muttern, wie bey den Buchbinderpreffen einstarkes Queerholz von oben gegen die metallne Haube derGlocke drücken, und diese dadurch an den Teller befestigen.

Um außer der atmosphärischen Luft auch andere Luftar-ten verdichten zu können, hat Herr Hofrath LichrenderI(Erplebenö Anfangsgr. der Naturl. gte Aufl. 178?. nachder Vorr. S. l.II.) an den Hahn m, Taf. XV. Fig. 20.,durch welchen beym Comprimiren die Luft aus der Atmo-sphäre in den Stiefel gesaugt wird, noch ein Rohr ange-bracht, dessen anderes Ende mit einer Glocke, und zwarvon oben, in Verbindung steht. Diese Glocke kan in einGefäß mit Wasser gestellt und mit andern Luftarten ange-füllt werden, welche man so in den Stiefel saugt, und un-ter die Glocke auf den Teller bringt. Wenn eine starkekupferne Kugel auf den Teller geschraubt wird, die mit ei-nem am Ende zugefpitzten horizontalen Seitcnrohre verse-hen ist, das durch einen Hahn geschlichen werden kan, soläßt sich der Apparat zum Blasrohre an der Lampe ge-brauchen, um mit dephlogistisirter Luft zu schmelzen, dieman vorher in der Kugel condensirt, und dann den Hahnvfnet.

Da die großem mit vollständigen Geräthschasten ver-sehenen Luftpumpen sehr kostbare Werkzeuge sind (die, wel-che Herr Licbkenberg besitzt, kostete mit dem Apparat4Z(ss Thlr.), so verfertigen viele Künstler Handluftpum-