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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
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Luf

pen, mit den notwendigsten Stufen des Apparats, durchwelche sich wenigstens dienöthigsten Versuche anstellen lassen.Solche ins Kleine gebrachte Werkzeuge beschreiben unter an-dern Molf (Nühl. Versuche, Th. l. Cap. z. §. rzg.),Stegmann (Beschreibung einer kleinen Luftpumpe, Cas-sel, i???. 8.) und Brander (Kurze Beschreibung einerkleinen Luftpumpe oderCabinetantlia, nebst Anweis, zu Ver-suchen, Augsburg, 1-774. 8.).

Die vornehmsten Versuche, die sich über die Wirkun-gen der Schwere und Federkraft der Luft mit dieser Maschi-ne anstellen lassen, sind nach Herrn D. Grsn (Grundrißder Naturlehre, Halle, 1788. 8. §. 619.) folgende.

Wenn man ein Barometer unter die Glocke bringt,so finkt das Quecksilber bey Verdünnung der Luft, und steigtwieder durch Hinzulassung der äußern Luft. In einerRöhre, die oben offen und mit der Glocke in Verbindungist, steigt das Quecksilber bey der Verdünnung, und falltwieder durch Hinzulassung der äußern Luft, s. Elafticirätsszeiger.

Glasplatten, oder über metallne Cylinder gespannteBlasen, werden vom Drucke der äußern Luft zersprengt,wenn man die Luft unter ihnen hinwegnimmt. Auch wirdWasser durch die Blasen Hindurchgetrieben. Die magde«burgischen Halbkugeln hangen durch den Druck der Atmo-sphäre mit beträchtlicher Gewalt zusammen, s. Halbku-geln , nrattdeburgische.

Eine schlaffe zugebundene Blase mit atmosphärischerLuft schwillt im guenckischen Raume stark auf, und fälltdurchs Hinzulassen der äußern Luft wieder zusammen. Einkleines Saugwerk zieht im guerickischen Raume kein Was-ser, der Heber hört auf zu fließen, und der Heronöballfängt von selbst an, zu springen, s. Heber, Spring-brunnen.

Wasser siedet unter der Glocke der Luftpumpe schonbey mäßigen Graden der Wärme, und wird in einen elasti-schen vollkommen durchsichtigen Dampfverwandlct, der sichdurch Hinzulassung der äussern Luft wieder niederschlagt, s.Sieden.