ben, welcher überall um ^ Zoll von ihr absteht, und obenoffen bleibt. Während die Blase mit Dämpfen gefülltwird, bleibt der Hahn nach der Glocke zu verschloßen, bisdie Dämpfe anfangen, Zum Seitenrohre herauszudringen.Alsdann verschließt man die Hähne des untern und »Lreikeu-robrs, gießt in denCyiinder kaltes Wasser, ins dasselbe auseinem im Boden befindlichen Loche eben so kalt wieder her-aus kömmt, so entsteht durch die Verdichtung der Däm-pfe ein Vacuum in der Blase. Oefnet man nun den Hahn,der zur Glocke führt, so verbreitet sich die unter ihr befind-liche Luft mit durch die Blase, und man kan sie durch Wie-derholung des Verfahrens immer mehr verdünnen. HerrnMuke gelang es, durch eine ganz leicht gebaute und nichtgroße Maschine dieser Art die Luft i zomal zu verdünnen.Durch Matts Condensator, (s. Dampfmaschine Th. I.S. 56z u. f.) würde sich die Wirkung ungemein verstärkenlassen«
So hat auch D. Ingenhouß (Vermischte Schriftenphysisch-medicinischen Inhalts, herausg. von N. C. Mo-liror zweyteAufl. I B. S. 4ZZ—446.) eine neue Art, ei-nen leeren Raum hervorzubringen, vorgeschlagen. DesAbt Felix Fonraria Entdeckung, daß glühende Kohlenbeym Ersticken soviel Lust einschlucken, als ihr achtfachesVolumen beträgt, gab ihm dazu Gelegenheit. Ein durch-brochen gearbeitetes Kohleirbecken von geschlagnem Kupfermit glühenden Kohlen gefüllt, wird in einen kupfernen Kes-sel, in den es genau paßt, eingesetzt. Dieser Kessel siehtauf drey Füßen, und kan mit einem auf seinen Rand genauangeschliffenen Deckel luftdicht verschloßen werden, so daßdie Kohlen aus Mangel an Luft ersticken müssen. DerDeckel hat ein Rohr mit einem Hahne. So wird nun dieganze Vorrichtung in ein großes Gefäß mit Wasser gestellt,auf das Rohr des Deckels wird ein anderes ebenfalls miteinem Hahne versehenes Rohr geschraubt, das einen Tellerund eine daraus gestellte Glocke trägt, und nach völliger Er-stickung der Kohlen werden die Hahne geöfnet. Die Koh-len saugen die Luft unter der Glocke ein, und bringen, wenn