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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
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selbst widerräth. Zum Gestelldient ein dreyfüßiger Tisch,in dessen Blatte der Deckel des Stiefels liegt. Durch ebendieses Blatt geht die Röhre bi hindurch, an einer star-ken auf dem Tische stehenden Säule, ans der bey di dreyTräger hervorgehen, die das Gefäß dl? umschließen, undden Teller Kid unterstützen. An die Säule laßt sich eineScale anbringen, den Stand'des Quecksilbers abzumessen.Durch diese Einrichtung wird, wenn anders kein Quecksil-ber verkehren geht, der schädliche Raum zwischen Stempelund Hahn ganz vermieden (welches der eigentliche von Hrn.Baader aber nicht bemerkte Vorzug der Quecksilberpumpenist), auch wird die äussere just durch das Quecksilber vonder innern vollkommen abgeschnitten. Herr H. begnügtsich, den Künstlern einen Weg gezeigt zu haben, den sieweiter verfolgen können, wie er denn selbst noch einige Vor-schläge zu andern Anordnungen beyfügt. Bey der Aus-führung möchte wohl die Verfertigung des Stiefels ausEisen, oder andern im Quecksilber nicht aufiöslichen Mate-rien, die genaue Reinigung des Quecksilbers von Luft, unddie Zerbrechlichkeit des Glases, die meisten Schwierigkeitenmachen.

Vorschläge der Herren Wilke und Ingenhouß.

Herr wilke (Abhandl. der königl. schweb. Akad. derMiss, für 1769. Zister Band, S. zi u. f.) schlug vor, zuHervorbringung leerer Räume die plötzliche Abkühlung heis-ser Wasserdampfe zu nützen, s. Dämpfe, Dampfmaaschine. Die Maschine, welche er hiezu angiebt, bestehtaus einer dichten messingenen Blase mit rundem Boden,welche drey mit Röhren und Hähnen versehene Oefnungenhat. Durch das untere Rohr können mittelst eines langengekrümmten Zugrohrs Wasserdämpfe aus einem auf Koh-len stehenden Theekessel in die Blase geleitet werden, welchedie darinn befindliche Luft durch das zwerte Rohr zur Seitegustreiben. Das dritte Rohr am obern Theile der Blasegeht in den Teller, auf welchem die Glocke steht. Die gan-ze Blase ist mit einem dünnen messingnen Cylinder umge-