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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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Not, Nichts versteuert, mag er wohl nach dem mit seinerPerson verbundenen Begriffe von Mangel und Noth benanntworden sein), Unart (Ulrich Unart, 1311, Geschichtsfreund,Bd. 43) und verkleinert Unertl. (ausgestorbenes bayrischesGeschlecht), Unfried (Clewi Unfrid, Steuerbuch 1408), Un-sinn (Karlsruhe 1890), Klein gedank (Ulrich Kleingedankim Anniversar der Propstei), Kleingewinn (Wernli Klein -gwiinn, Steuerbuch 1408), Gsellenfründ (Burgerbuch 1412),Heiland (Cunr. H., Burgerbuch 1412), link (Adam Ruw,der Nadler von Zürich, Glückshafenrodel 1504), Gutsmuths(Jac. Gutzmutz von Basel, ebenda), Hellmuth (Andres Hel-mut von Basel, ebenda; vielleicht steckt aber hinter diesemNamen der altdeutsche Personenname Ilildimod = Kampf-muth), Reichmuth (Gilg Rychmuot von Schwyz, Glücks-hafenrodel 1504), Tratz = Trotz (Pauli Tr., der Kanten-giesser von Zürich, Glückshafenrodel 1504). An die schonvon Friedr. Becker zum Jahre 1149 aus Cöln beigebrachtenNamen Fraz (Fresser) und Slevere (Schläfer) schliessen sichaus unsern Gegenden die Namen Schlemmer, Fresser (Zeh.Tagblatt vom 12. April 1889), Wegfrass (StrassburgerAdressbuch 1888), Manezze, Manesse (schon 1221 und1240 in den Urkunden der Abtei Zürich, = Menschen-fresser; man vergleiche hiezu die Abhandlung von LudwigTobler über ,,Sagenhafte Völker des Alterthums und Mittel-alters in der Zeitschrift f. Völkerpsychologie, Bd. 18, pag.243) Boneze (= Bohnenesser, Werner B., 1240 in den Ur-kunden der Abtei Zürich), Rinderesse (Cuni Rinder ess,Steuerbuch 1400), Füresse = Feueresser, (Heinr. u. Heinr.des Füressen süne, 1311, Geschichtsfreund, Bd. 43, pag. 356),Weckesser (nach Vilmar pag. 24, Spottname für die Refor-mirten, weil diese Wecken statt der Hostie gebrauchen), Kuchen-heisser (Karlsruhe 1890), Fischesser (Zürcher Tagblatt vom8. November 1888). Heintze theilt noch die Namen Fleisch-fresser, Brodesser und Holtfreter (Holzfresser) mit. Uralt undweitverbreitet ist der Name Schad, SchaadSchade (= Räu-ber, Schädiger) und sehr charakteristisch der Name des imMittelalter und bis zum Jahre 1653 vielgenannten streitbarenRittergeschlechtes der Landschad oder Landschaden von