144
letztem Namens sitzen noch heute wie vor Zeiten meist inOberweningen, Dachslern etc. im zürcherischen Wehnthaian den Ufern des Flüsschens Surb und haben sich erst inneuester Zeit auch in die Nachbargemeinden Otelfingen,Höri, wie auch in die Stadt Zürich ausgebreitet.
Eine besondere Gruppe von — ebenfalls die Herkunftbezeichnenden — Familiennamen bilden diejenigen, welcheSteub die Stammnamen nennt, Namen von Volksstämmen,welche Eingewanderten an ihrem neuen Wohnorte mit Rück-sicht auf ihre Herkunft und Abstammung aufgeheftet wordensind. Hier sind einzureihen die Namen: AUemann, All-mann, Baier, Bayer, Beyer, Beyer, Baierle, Beyerlin,Böhm, Böhme, Behm, ßeheim, Bollag, Boilack, Bohl = Pole,Deuring, Döring, Düring, Düringer, Thüring, Frank ,Frankel, Freese, Fries, Hess, Jud, Preiss, Breuss, Beuss,Sachs, Sax, Schlaf, Schläfii (nach Andresen, Konkurrenzenin der Erklärung der deutschen Geschlechtsnamen, pag. 106,= Slavus, der Slave), Schwab und Diitzelschivab, Wahl,Walch, Wälsch, W r elsch (mit welchen vier Namen derDeutsche seine keltischen und romanischen Nachbarn be-zeichnete), Wendt, Wend, Wind, Windt, Wendisch, Win-disch = der Wende (auch der zürcherische Name Wintsch,den wir zwar anderswo auch wieder treffen werden, könntehieher gehören), Iiunn, Hann, Huhn, flüni = der Hunne(doch können diese Namen ebensowohl auf die altdeutschenPersonennamen Hunibald, Hunberaht etc. zurückgehen),Unger, Lampart, Lamparter — der Lombarde (SchultheissLamparter in Bülach, im 16. Jahrhundert, und Heinrichder Lamparter von Bülach, 1329, in den Urkunden vonTöss).
Von Gauen, Kantonen und andern neueren Staaten-gebilden sind entnommen die Namen Allgäuer, AUgaier,AUgeyer, Appenzeller, Basler, Berner, Urner, Schivyzer,Schweizer, Glarner, Eidtynoss (Adelheit, Wilhelm, Hans,Heini Eidtgnos von Maur, im Glückshafenrodel von 1504),Zürcher, Zürrer, Walliser, Wallismann, von Wallis (Heinr.von Wallis, Steuerbuch 1357), Walser (in dieser Form vor-züglich die vor circa 600 Jahren aus dem Rhonethal nach