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erklären sich selbst. Hcinwart (Conrad H. im JalirzeitbuchEglisau) ist der Aufseher über den Hühnerhof, vielleichtauch über das jagdbare Geflügel im Walde, Falkner (BürgiValkner, Steuerbuch 1357), Federspiel (das Federspiel = dieGesammtheit der Jagdfalken) und Hachmeister = Habicht-meister, der Aufseher und Abrichter der Stossvögel, Renner,der Rennbube, der die Pferde zu besorgen hat, oft auchder Bote, Marchstatter (Steifen M. zu Cappel, Glückshafen-rodel 1504), der Aufseher über den Marstall, Schaffer,Scheffer, Schaffer, Schöffer, Schaffner der Verwalter, Haus-meister, Sattehnann (Uli Sattelmann, Steuerbuch 1357),der für die Instandhaltung der Sattelkammer Angestellte,Zahler, der Zahlmeister, und Speiser (dispensator), der imKloster oder am Herrenhofe mit der täglichen oder wöchent-lichen Austheilung von Brot und andern Speisen an dieArmen betraute Beamte.
Von den Benennungen kirchlicher Aemter, Würdenund Bedienstungen, welche zu Familiennamen geworden sind,mögen Folgende aufgezählt werden: Probst, Pfarrer, Chor-herr , Priesters, Pastor (sofern diess nicht eine von denHumanisten ausgegangene Latinisirung des Namens Hirtist). Doch müssen wir aus einleuchtenden Gründen diesefünf Namen als junge, d. h. nicht über die Zeit der Re-formation hinaufreichende Familiennamen erklären, oder,wenn sie nachweisbar älter sind, solche dann in die denSchluss dieses ganzen Abschnittes bildende Kategorie vonFamiliennamen verweisen. Güster, Knster, Küster, Köster,Messmer, Messner, Siegrist, Glöckner, Glöckler, Kircher,Kirchner, Kilcher, Kitter, Klingler bedeuten sämmtlicheden mit dem Zudienen beim Gottesdienst, dem Läuten derKirchenglocken und des Messglöckleins betrauten Kirchen-diener. Opfermann, auch Oppermann, ist der, welcher dasKirchenopfer in Empfang nimmt. Den Namen Templerund Tempelmami wird wohl ein ähnlicher Sinn zu Grundeliegen. Auch der Zeltender, Zehnder (Deeimarius) maghier untergebracht werden, da er doch in erster Linie zuHänden der Kirche den zehnten Theil vom Ertrage einesGutes bezog.