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Eine andere Klasse von Namen, sämmtlicli Nuancirungeninnerhalb des Bauernstandes bezeichnend, erinnert an diePeriode im frühen Mittelalter, wo der Boden einer durcheinen alemannischen Stamm besiedelten Gegend aus demGemeineigenthum in den Privatbesitz iibergieng und in ein-zelne Höfe abgetheilt wurde. Nach Joh. Meyer, Geschichtedes schweizerischen Bundesrechtes, Bd. I, S. 215 u. ff.,war die „Hube“ (lateinisch mansus, woher vielleicht derappenzellische Name Mauser kommt) der für den Bedarfeiner Familie berechnete und genügende Normallmf vonwahrscheinlich bO in den drei Zeigen der Dreifelderwirth-sehaft vertheilt liegenden Jucharten Landes nebst Haus undHofstatt und einem Antheil an der unvertheilt gebliebenenGemeinmark. Von dieser „Hube“ rühren die weitverbrei-teten Namen in d er Hub (Oswald i. d. H. von Zürich,Glückshafenrodel 1504), Huber und Hubmann, Anderhub(in Eschenbach, Luzern), in Deutschland Hübner und Hüfnerher. Als später diese Huben wieder in kleinere Abtheilungenzerstückt wurden, hiess man in unsern Gegenden einesolche Hube im Kleinen eine Schuppos oder Scliuppis undden Landmann, der ein solch verkleinertes Gut bewirth-schaftete, einen Schuppisser, welche Bezeichnung sich alsFamilienname im Kanton Zürich bis heute erhalten hat.
Von dem „Widum“gute, dos ecclesiae, aus dessen Ertragder Unterhalt einer Kirche und der ihr zugetheilten Geist-lichen ganz oder doch in erster Linie zu bestreiten war,benannte man den auf diesem Kirchengute sitzenden Bauerden „Widmer“, welcher Bezeichnung die zahlreichen Fami-liennamen Widiner, Wittmer, Wimmer, Wimmers, vielleicht,auch Widmann, ihre Entstehung verdanken.
Hofer ist nach Heintze „der zu einem Herrenhofe ge-hörige Unterthan“, kann aber ebensowohl von einem dernicht seltenen Ortsnamen Hofen abgeleitet werden. Mit Hof-mann wurde ebensowohl der einen Hof bewirthschaftendeBauer, als der am Hofe eines geistlichen oder weltlichenHerrn oder Fürsten als Ingesinde lebende Mann bezeichnet.Hofsüss (Karlsruhe 1890), allgemein der auf einem HofeSitzende. Häusler ist, ebenfalls nach Heintze, im östlichen