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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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eigentlich auch der Schneider gemeint sein konnte, derjenige,welcher Schuhe Zuschnitt und zusammennähte, etwas prä-ciser mit dem Namen Schuchsuter bezeichnet, aus welchemdann die Formen Schuster, Schüchzer (heute geschriebenScheuchzer und Scheuzger ) und andere hervorgiengen. HansSchüchzer, der Schuhmacher, von Rapperswy], Burgerhuch1480. (Professor J. J. Bodmer im schweizerischen Museumvon 1789 dagegen leitet diesen Namen von scheuch, scheuab und meint, er bezeichne denjenigen, welcher Scheue habe,sich scheu stelle.)

In Mittel- und Norddeutschland, wo man im Mittelalterden Schuhmacher vielerorts Schuchworcht oder Schuchwürcht,Schuhwirker, Schuhverfertiger hiess, sind aus dieser Benen-nung die Namen Schuchwort, Schuhwirth, Schuhwicht,Schuchhard, Schuchard, Schuwert, Schubert, Schubart,Scliuppert, Schuffert, Schaufert u. s. w. herausgewachsen.Die gleiche Bedeutung liegt dem Namen Schuhmann, Schu-mann und dessen Sprossformen Schuchmann, Schuckmann,Schomann etc. zu Grunde.

Der einfache Name Schuhmacher kommt erst ziemlichspät und relativ selten vor und wird vorzugsweise gerneSchumacher geschrieben. Man darf wohl um so eher an-nehmen, dass mit dieser Schreibung beabsichtigt wurde, denunstreitig etwas plebejischen und darum unbequemen Ur-sprung des Namens und damit auch des ihn führendenStammes einigermassen zu verwischen, als uns für derartigeBestrebung ein ganz deutliches Beispiel vorliegt. In demschweizerischen Lexikon des oben schon citirten Bürger-meisters Leu von Zürich wird in Band 16, Zürich 1760,auch das seit einigen hundert Jahren zu den Stadtjunkernder Luzerner Oligarchie zählende Geschlecht Schumacherin einem langem, zweifelsohne aus dem Schoosse dieserFamilie selbst stammenden, Artikel behandelt. Darin heisstes, der Name Schumacher bedeute einen fetten Acker,Schum-acher, Schaum-Acker, was durch das Wappen derFamilie, zwei von einander gewendete Sicheln, klärlich be-wiesen werde. Es mag den Gelehrten vom schweizerischenIdiotikon zur Entscheidung überlassen bleiben, ob auf