IV
Familiennamen und sammelte sich nach und nach einekleine Bibliothek von in dieses Gebiet einschlagendenWerken bei mir an.
Dieses einmal geweckte Interesse bewirkte nun, dassich bei meinen fortgesetzten genealogischen und ähn-lichen Studien, bei denen ich immer ausschliesslicherden Quellen selbst, also den Urkunden, nachgieng, allemir unter die Augen kommenden besonders auffälligen,originellen und interessanten Familiennamen mit genauerAngabe des Fundortes und des Jahres ihres Vorkommensherausschrieb, wodurch im Laufe der Jahre ein statt-licher Namenschatz erwuchs. Dennoch dachte ich nochlange nicht daran, mit Letzterm vor die Oeffentlichkeitzu treten, bis Steub’s „Oberdeutsche Familiennamen“,vor Allem aber Albert Heintze’s in gedrängter Kürzeund Klarheit so reichhaltige „Deutsche Familiennamen“meiner Freude an der Erläuterung der Familiennameneinen neuen, kräftigen Impuls gaben und den Entschlusszeitigten, meine aus den Urkunden gesammelten Namennicht wieder in die Vergessenheit zuriicksinken zu lassen,sondern allen sich für dieses Feld der Sprachforschunginteressirenden Fachmännern und Laien mitzutheilen.
So erschien denn der Inhalt der nachfolgendenBlätter, nachdem er zuvor den Mitgliedern der Antiqua-rischen Gesellschaft in Zürich in mehrern Sitzungenvorgetragen worden war und bei dieser Gelegenheitnoch mehrfache Verbesserungen und Bereicherungen er-fahren hatte, zuerst in den Jahren 1887—1889 im Feuille-ton der „Neuen Zürcher Zeitung“ und, da er unverhofftmannigfacher Theilnalnne begegnete, in der Form vielereinzelner Zeitungsnunnnern sich aber zur Aufbewahrungnicht eignet, tritt er nun erweitert in Buchform noch-