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Dionysius der Karthaeuser : 1402 - 1471 ; sein Leben, sein Wirken, eine Neuausgabe seiner Werke ; aus dem Französischen mit einigen Ergänzungen des Verfassers in's Deutsche übersetzt von einem Priester des Karthaeuser-Ordens
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separatim, non tumultuarie sicut cetera deportati sunt ’. » Sogelang es, auf diesem beweglichen und schlüpfrigen Bodenvermittelst Gräben, Kanäle, Wasserleitungen und Dränirar-beiten jeglicher Art, nachdem mehrere Mauern zusammen-gestürzt und wieder aufgebaut worden waren, unter unerhör-ten Anstrengungen sechs Zellen und eine Kapelle fertigzustel-len, die der heilige Rektor mit einer Extase inaugurirte.

Dies genügte für den augenblicklichen Bestand des Hauses;aber welche Mühe, diesen so kleinen Convent zu unterhalten !Alles fehlte. « Vidisses, » fährt der Annalist fort, den wirgern wortgetreu citiren, weil er mit einer seltenen Eleganzschreibt^ « virum infulis dignum, et ad quem reges et prin-cipes provinciarum respiciebant, ad quem ex toto prope-modum orbe deferebantur dubia et quaestiones, supplicantempro fuscinulis et ollis. Et adhuc etiamnum videor mihi videreillum pro minutiis talibus rogantem, quoties quaestoriumlibrum Domus hujus revolvo, in quo notantur omnia etsingula diligentissime quae corrogavit, etiam usque ad cacaboset lebetes. Ita plane vir tantus, cui similem noster Ordo nonhabebat nec habebit fortassis unquam, maxima laus sui saeculi,et quem Mirasus dicit non habuisse suo saeculo parem aut se-cundum, cogebatur servire rei culinariae 1 2 . » Die Freigebigkeitder Gläubigen steuerte zwar nach Kräften dieser dringenstenNoth ; doch so gross war die Schwierigkeit, in dieser trauri-gen Gegend 3 Lebensmittel zu sammeln und herbeizuschaf-fen, dass unsere sechs Bedauernswerthen sich vor die Wahlzwischen einem in kurzer Zeit in Folge von Fieber oderHunger eintretenden Tode oder einer abermaligen Auswan-derung gestellt sahen. Dionysius hatte alle menschenmögli-

1 G. Eligius, Annales , § xn. Es wäre dem Dionysius ein Leichtesgewesen, fügt der Annalist bei, auf wunderbare Weise diesen Transportzu bewerkstelligen, « sed maluit consueta via natura; procedere, quamper insolentiam tale aliquid moliri. »

2 G. Eligius, Annales , § xiv. « Solange er dort verweilte, » sagt darü-ber Schwengel, « bezeigte Philipp, der grosse Herzog von Burgund,ihm die grösste Hochachtung; er berief ihn häufig zu sich, um ihn inwichtigen,heiklen und geheimen Angelegenheiten um Rath zu fragen.»Georg Schwengel, Prior der Karthause von Danzig, Propago S. Ord.Carius. Pars II, Ms. der Bibliothek der Karth. N.-D. des Pres.

3 Die Campine war infolge ununterbrochener Kriege sozusagen un-bebaut und unbewohnt.