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der Werke, aus denen es zusammengesetzt ist, unternehmenkönnen ; man würde uns aber, und zwar mit Recht, einenVorwurf machen, wenn wir die schöne Abhandlung De lau-dibus gloriosce Virginis Maria; unbeachtet Hessen, in wel-cher der Autor uns den idealen Typus und das ewig uner-reichbare Vorbild der beschaulichen Seele zeigt, indem erseine mystische Theorie auf die allerseligste Jungfrau, seinegrosse Patronin, anwendet 1 .
Wir wollen seine Predigten, in denen man alle Eigen-schaften des Exegeten, Theologen und Asceten zusammen-gedrängt findet, nur erwähnen. « Sie sind » sagt Moll, « eingrosses Repertoire in zwei Folianten zum Gebrauche derPrediger, sei es nun, dass sie dieselben wörtlich vortragen,sei es, dass sie sich derselben als Material bedienen wollen.Er hat Predigten für alle Sonn=und Festtage des Jahres, oftvier, sechs oder acht für jeden. Man findet solche für dasVolk « ad plebem » und für die Ordensleute « ad religiosos »,was sie brauchbar macht sowohl für die Pfarreien als für dieKlöster. Er legt jede Epistel und jedes Evangelium in er-
l De laudibus gloriosce V. Maria.•, lib. II. Oper, minor., t. I, f* 282.Cf. De prceconio et dignitate B. V. M., lib. II, art. xi-xvi. Oper, minor.,t. II, f" 19g. Dionysius kam; mit Recht als einer der grossen Verehrerder Muttergottes angesehen werden. Die Liebe zu Maria zeigte sich beiihm vor den Jahren der Vernunft : « Adolescentulo adhuc vel potiuspuerulo, inter bonum et malum discernere nondum valenti, praevenientepietate dulcissima, contulisti nominis tui affectum et tui ipsius amo-rem. » (De laud., lib. III, art. xx.) Kurz nach seinem Eintritt in denOrden, im Jahre 1435, begannen in Roermond die wunderbaren Kund-gebungen einer Statue der allerseligsten Jungfrau, die in der ganzenUmgegend berühmt werden sollte, N. D. in het Zand. Während eineshalben Jahrhunderts sah der Karthäuser, wie der Ruf des Heiligthums,das er jedenfalls häufig besuchte, sich immer mehr verbreitete. Es istnicht unwahrscheinlich, dass er die beiden wichtigen Tractate De lau-dibus gloriosce V. Maria; und De Prceconio et dignitate beatissima;V, Maria; zur Förderung dieser Andacht und zum Gebrauche der Wall-fahrer verfasste. Der Autor hat darin alles, was die Theologie über dieallerseligste Jungfrau sagt, kurz zusammengefasst. Er vertheidigt dieUnbefleckte Empfängniss Mariä (De laudibus, lib. I, art. vm ; De Prce-con., lib. I, art. xm) und die privilegirte Heiligung ihres jungfräuli-chen Leibes (De laudibus, lib. I, art. xvn ; De Prceconio, lib. I, art. xxxvi);etc. Besonders drückt er darin eine glühende Liebe zur Mutter Gottesaus, wobei gewöhnliche Worte ihm nicht genügend erschienen ; daherdie Häufung der Superlative, und mehrere kraftvolle Ausdrücke, theilsvon ihm selbst herrührend, theils dem hl. Ildefons entlehnt. Seine Ex-positio in Canticum canticorum ist ebenfalls ein wahrer Tractat zurVerherrlichung der allerseligsten Jungfrau.