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Dionysius der Karthaeuser : 1402 - 1471 ; sein Leben, sein Wirken, eine Neuausgabe seiner Werke ; aus dem Französischen mit einigen Ergänzungen des Verfassers in's Deutsche übersetzt von einem Priester des Karthaeuser-Ordens
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damaligen Zeit besitzen wir nur noch den Titel seiner Ma-gisterthese De ente et essentia, über welche er später diesesbündige Urtheil fällt: « In adolescentia mea, dum in studioet via Thomse instruerer, potius sensi quod esse et essentiadistinguerentur realiter, unde et tunc de illa materia quem-dam tractatulum compilavi : quem utinam nunc haberem,quia corrigerem. Etenim, diligentius considerando, verius etprobabilius ratus sum quod non realiter ab invicem dif-ferant 1 . »

keine Pflanzstätten der Tugend, und Ausschreitungen wie in der PariserRue du Fouarre und dem Clos Bruneau geschahen auch anderwärts.Wenn Dionysius auch die hohen Verdienste der Universitäten anerkennt,so zögert er doch nicht, von dem Besuche derselben abzurathen, als« non mediocriter periculosus pueris castis et devotis ». Er gibt denStudien in den guten Kloster-Convicten den Vorzug. Inter Jesum etpuerum dialogus, art. iv. Oper, minor., t. II, f" 355.

1 ln Sentent., t. I, dist. VIII, quaist. VII. Diese Streitfrage über denUnterschied zwischen ens und essentia scheint die Kölner Theologengar viel beschäftigt zu haben; denn unter den Werken Gerhard Terstegen’sfindet man auch eine Commentatio in aureum D. Thomce tractatum deente et essentia. Hartzheim, Op. cit., pag. ioo. Wie wir annehmen können,dass Dionysius von seinem Professor der Exegese für die Abfassung seinesCommentars über die Psalmen inspirirt wurde, so verdankte er auchwahrscheinlich seinem Professor der Philosophie die Idee seiner These.