ZÜRICH.
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trieben; aber erst nach der Reformation schwangen siesicli so empor, dafs der Handel nach den entferntestenLändern eine grofse Ausdehnung erhielt. So wie dieSeiden-Manufakturen zu Lyon und Tours in der Mittedes XVI. Jahrhunderts zu blühen begannen und demAbsätze Zürichs grofsen Nachtheil brachten, warf sichhier die Thatigkeit auf die Verarbeitung der Baumwolle,woraus endlich eine Manufactur erwuchs, welche einengrofsen Theil aller Einwohner des Kantons beschäftigte,bis in die J. ij 90. den höchsten Grad der Blüthe er-reichte, und die Stadt Zürich zu einem der wichtigstenFabrik- und Handlungsplätze der Schweitz erhob*).
W issenschaften, Gelehrsamkeit und be-rühmte Männer. Eben so zeichnete sich diese Stadtschon irn Mittelalter durch Gelehrsamkeit verhältnifsmäfsigsehr aus, und wurde schon damals unter den Schweitzerndas Gelehrte genannt. Schon in der Mitte des X.Jahrhunderts war der Priester Rudolph durch seinWerk über die Psalmen und der Dichter Merz (Amar-cius) berühmt. Konrad von Mure (Chorsänger amMünster, starb 1281.) schrieb die Gedichte: Fabulariusde divers, poetarum fabulis (Fabelbuch) und Clypearius(Wappengedicht ); von dem erstem, welches im Begin-nen der Buchdruckerey zu Basel gedruckt wurde, giebtff. H. Hotlin§er den befsten Begriff in Schola Tigur.
*) S. II. II. Schinz: Versuch einer Geschichte der Han-delschaft der Stadt Zürich . fl Zürich 1763. — UndJ. C . Hirzely über den Zustand der Oekonomie undIndustrie in dem hanton Zürich.
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