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art und Selbstgefühl blühten immer mehr unter den Ein-wohnern Zürichs auf. Sie verachteten den Bann desPabstes, und jagten die Priester und Mönche, welchedemselben Folge leisteten, aus der Stadt; sie schlossenBündnisse mit allen Städten bis an den Maynstrom;vertheilten sich in Zünfte, lehnten sich gegen die bisherhestandne Adelsregierung, und stürzten sie im J. 1336.unter Anführung des Partheyhauptes Rudolph Brun ,(dessen Geschlecht schon am Ende des XII. Jahrhundertserscheint) eines der merkwürdigsten Karaktere in der Ge-schichte des Zürcherschen Freystaats. Diese Begebenheitgründete die Volksfreyheit und demokratische Regierungder Stadt, verwickelte sie vom J. 1337. an in die blutig-sten Fehden mit dem vertriebnen Adel und den Gra-fen von Rappersrryl*), und zwang den BürgermeisterBrun , um gegen die Rache der Herzoge von Oester-reich wegen der gänzlichen Zerstöhrung von Rappers-vyyl und Gefangenhaltung des Grafen Hans von Habs—
*) Die Vertriebnen aus Zürich fanden bey dem Graf vonHahsburg - Rappersweil Schutz und Unterstützung; er be-fehdete Zürich i336. und wurde dabey erschlagen. SeinSohn Johann und viele Ritter liefsen sich durch die Ver-triebnen in eine heimliche Verschwörung gegen die StadtZürich im J. t35o. ein, wobey sie in einer Nacht dieganze Gegenparthey ermorden wollten. Viele der Ver-schwornen hatten sich in die Stadt geschlichen. EinBeckersjunge, welcher in dem Zimmer des Wirthshauseszu schlafen schien, wo die Häupter die letzte Verabre*düng hatten, hörte und entdeckte die Gefahr. Mit Müherettete sich Budolph Brun aufs Rnthhaus, wo er dieSturmglocke ziehen liefs. Es entstand in allen Strafsen
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