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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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488 Werdenberg.

Mitte des XV. Jahrhunderts gicng die Grafschaft durchKauf aus einer Hand in die andere, bis sie, nebst derHerrschaft Wartan , im J. 1517. an den K. Claraskam , welcher sie durch einen Landvogt regieren lieis,der in dem Schlofs wohnte. In den J. 1525. und 1719.waren heftige Aufstände tj es Volks von Fb'erdenberggegen den K. Glarus. Seit dem J. 1798- wurde dieseLandschaft dem K. Linth , und endlich dem K St. Gal-len einverleibt. Die Einwohner sind Protestanten; sietreiben Alpenwirtlischaft, Feld- und Obstbau, habenviel Pferdezucht und spinnen Baumwolle für die Fabri-ken Appenzells und St. Gallen. — Sehr nahe beyWerdenberg das in Obstbäumen versteckte Buchs undder schöne Grabser - Berg. Werdenberg gegenüberwurde i<$ 99 * bey Frastenz zwischen den Eidgenossenund den Oesterreichern eine Schlacht gefochten, wounter Anführung von Ulrich von Sax und durch denHeldenmuth T / l r o!lebs die Schweitzer den vollsten Siegdavon trugen. — Rudolph von Montfort gehört zuden berühmten Dichtern und Minnesängern des XIII.Jahrhunderts; v.on ihm die allgemeine Welt-Chronik ,Josaphat , Barlaam , u. s. w. S. Docen Miscellaneea

oder Werdenberg bestand aus drey Zweigen, und wurdevon vielem Unglück verfolgt. Die von der schwarzenFahne besafsen das ganze Rhcinlhal, Werdenberg, Star-kenstein, Sonnenberg, Pludenz, Freudenberg bey Rapatzund viele Gitter in Rliälien. Die von der weifen Fahnebesafsen Sargans und sehr grofse Herrschaften in Rhätien.Bis IÄ04. batten diese beiden Zwr.ge fast alle ihre Herr-schaften , theils gegen Oesterreich, welches sich auf alleArt in diesen Gegenden austudehnen suchte, theils