Werdenberg. 4^7
•b Meis , welches ain Auslaufe dieses Thaies liegt, istdas Dorf JVeifstannen; ein durch schöne Wasserfälleund Gebirgs-Aussichten merkwürdiger Weg führt hin-auf. Von diesem Dorfe geht ein Pfad über einen hobenFelsengrat ins Ca{/’e«sern-Thal, und von da nach Pfef-fers , oder über den Kunkelsberg nach Reichenau. Einandrer Pfad führt in den Hintergrund des Thaies hinauf,nnd von da in 3 Stunden ins glarnerische Krauch—Thal, welches sich bey'Matt im Sernft - Thale öffnet.Auf der Scheidecke dieses Passes ins Krauch - Thal ge-niefst man sehr schöner Ansichten der zum Theil ver-gletscherten Felsfirsten im Kant. Glarus und im bar-gansischen.
Geognost. Beschaffenheit. Am Ausgange desTVeifstaunen- Thaies bey Meis streicht rothe Grauwake,dann bis in den Hintergrund Kalkstein; zwischen demTVeifstannen - und Krauch - Thal Thonschiefer, wel-cher durchs Krauch-Thal herabzieht.
Werden eerg, ehmaliges Städtchen, im K. St.Gallen. Wirthshaus : Bär. Oberhalb dem Orte liegtdas Schlofs, welches das Stammhaus des berühmten GrafRudolph von TVerdenberg ist, welcher im Anfänge desXV. Jahrhunderts den Appenzellern ihre Freyheit erfech-ten half ( s. Gais J, und aus Dankbarkeit dafür von denAppenzellem die von ihnen eroberte Grafschaft TVer-denberg wiedererhielt. Dieser Graf Rudolph scheint1414* gestorben zu seyn. Nach Erlöschung dieses seitdem XI. Jahrhundert mächtigen Geschlechts *) in der
*) Das seit dem X. Jahrhundert bekannte Haus Montfort